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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Bauerschaftsnamen und Bildschau zur Burg Lüdinghausen beim diesjährigen Stadtgeburtstag

Veranstaltung beginnt am kommenden Sonntag um 11 Uhr

Jeder kennt ‚Brochtrup‘ und ‚Tetekum‘ und weiß wo die Bauerschaften liegen. Aber woher kommen ihre Namen? Um die Herkunft unserer alten Ortsnamen geht es auf dem diesjährigen Lüdinghauser Stadtgeburtstag, zu dem Heimatverein und Stadt am kommenden Sonntag alle interessierten Bürger in den Kapitelsaal einladen.

Gerade alte Ortsnamen lassen sich über Jahrhunderte nachweisen. Sie stammen aus einer Zeit, als die Besiedlung noch nicht so dicht war und die Landwirtschaft mit anderen Mitteln betrieben wurde. Sie können sich z. B. auf alte Nutzungsformen, Bewuchs oder auf die georgraphische Lage eines Stück Landes beziehen. Sicherlich kann man zu Recht vermuten, dass ein Ortsname der die Silbe „Berg“ enthält, erhöht liegt. Dass man mit der Herleitung der Namen aber ein wenig vorsichtig sein sollte, zeigt die gern erzählte Geschichte des Namens „Lüdinghausen“. Danach soll er sich von dem Glockenläuten herleiten, das ohne menschliches Zutun einsetzte, als der Leichnam des Liudgers, des ersten Bischofs von Münster zum Kloster Werden im Jahr 809 durch den Ort getragen worden war. Auch; wenn sich vielleicht jeder die Szene gut vorstellen kann, Fakt ist, dass es den Namen Lüdinghausen schon mindestens 9 Jahre vorher gab.

In die spannende Geschichte der Ortsnamen wird Dr. Claudia Maria Korsmeier einführen. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und ist Mitarbeiterin des Forschungsprojekts "Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe", das von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen getragen wird. Seit 2005 ist sie für die Ortsnamen-Arbeitsstelle in Münster tätig. Die Historikerin veröffentlichte u. a. die Bücher über die Ortsnamen der Kreise Warendorf und der Stadt Münster. Anfang dieses Jahres stellte sie die Zusammenstellung für den Kreis Coesfeld vor. In ihrem Vortrag am Sonntag legt sie ihren Schwerpunkt auf die Ortsnamen von Lüdinghausen, Seppenrade und Umgebung.

Im Anschluss präsentiert Dr. Ilona Tobüren-Bots ihre musikalisch unterlegte kleine Bilderschau zur Geschichte der Burg Lüdinghausen. Alfred Focke, der Vorsitzende des Heimatvereins, lüftet das Geheimnis um die „Goldene Glocke 2017“ und Bürgermeister Richard hält einen unterhaltsamen Jahresrückblick unter der Überschrift „Lüdinghausen- Der Bestseller des Jahres 2017“

Den musikalischen Rahmen gestaltet das Streichquartett des Musikschulkreises Lüdinghausen mit Jule Boettcher (Violine), Lennart Noske (Violine), Gesa Emonts-Gast (Violine) und Simon Stäcker (Cello) zusammen mit Fabian Emonts-Gast (Trompete).