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„Die Räuber“ Schauspiel von Friedrich Schiller
Zum Ende der Spielzeit 2009/2010 erwartet die Besucher des KulturWinters ein weiterer Höhepunkt am Dienstag, 16. März 2010, 20:00 Uhr in der Aula der Realschule Lüdinghausen, mit dem Stück „Die Räuber“ von Friedrich Schiller. Mit einer hochkarätigen Besetzung: Julian Weigend, Julius Bornmann, Wolfgang Grindemann u. a. Regie führt Christoph Brück.
Mit seinem Erstlingswerk hat der zwanzigjährige Friedrich Schiller dem Theater ein Stück voll praller Konflikte geschenkt: verirrter Idealismus und jugendliche Rebellion gegen verbrecherische Machenschaften und die bestehende Gesellschaftsordnung, hinterhältiger Vatermord gegen hingebungsvolle, reine Liebe... Maximilian von Moor hat zwei ungleiche Söhne: Franz und Karl. Franz wurde als zweitgeborener Sohn in seiner Kindheit vernachlässigt und hat kein Anrecht auf das Erbe. Karl führt als Student in Leipzig ein lockeres und vom Vater missbilligtes Studentenleben, erkennt dies und schreibt seinem Vater einen Brief, in dem er seinen Wunsch um Vergebung ausdrückt. Franz ersetzt diesen Brief und liest seinem Vater einen angeblich von einem „Korrespondenten“ aus Leipzig geschriebenen Text vor, der Karl als Frauenschänder, Mörder und Bandit darstellt. Der Vater lässt sich von Franz überzeugen, Karl zu verbannen und zu enterben. Karl, von den Machenschaften seines Bruders zur Verzweiflung getrieben, gründet mit seinen Freunden eine Räuberbande, um fortan gegen Unrecht und Korruption der Feudalherrschaft zu kämpfen. Karl gerät jedoch immer tiefer in den Teufelskreis der willkürlichen und brutalen Gewalt, die schließlich alle Protagonisten ins Unglück treibt. Mit diesem Frühwerk schlägt Schiller ein Motiv an, das sein ganzes späteres Schaffen durchzieht: die Kampfansage gegen Zwang und Gewalt.
Julian Weigend wurde dem Publikum seit 1998 besonders bekannt als Schimanskis Assistent Thomas Hunger in der ARD-Reihe "Schimanski" an der Seite von Götz George. Seit er 1993 zum ersten Mal für "Schöndorf" vor der Kamera stand, spielte Julian Weigend in unzähligen Fernsehproduktionen wie in den Serien "Zappek", "Die Straßen von Berlin", "Alarm für Cobra 11", "Küstenwache", "Soko", "R. I. S. - Die Sprache der Toten". Auch in Kinofilmen wirkte er mit, so u. a. neben Moritz Bleibtreu in "Lammbock". Aktuell ist Julian Weigend in der Serie "Geld Macht Liebe", in den TV-Movies "Fluch der Begierden", "Lenya", "Liebesticket nach Hause" und demnächst in dem ARD/ORF-Film "Jakobsweg" zu sehen. Eigentlich kommt
Julian Weigend vom Theater. Seine Bühnenkarriere begann er 1992 bei den Sommerfestspielen Feuchtwangen. Es folgten Engagements am Landestheater Schleswig-Holstein, den Bad Hersfelder Festspielen, dem Schlossparktheater Berlin sowie den Berliner Kammerspielen. Zuletzt spielte er am Theater St. Gallen den Salieri in "Amadeus". In Bad Hersfeld wurde er mit dem Publikumspreis und mit dem Großen Hersfeldpreis (Preis der Kritiker) ausgezeichnet.
Julius Bornmann studierte Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie AUGUST EVERDING München und wurde noch im vierten Studienjahr an das Berliner Ensemble engagiert. In München hat er bereits sehr viel Theater gespielt, so im Akademietheater München u. a. die Titelrolle in der „Geschichte vom Soldaten“ und die Hauptrollen in „Level 13“, „Electronic City“, „Medea“ und „Feelgood“, er spielte in den Projekten von Jonas Zipf in den Stuttgarter Wagenhallen und im Heizkraftwerk München, am Bayerischen Staatsschauspiel, im Münchner Freilichttheater Alte Münze sowie am Staatstheater am Gärtnerplatz.
Wolfgang Grindemann ist dem breiten Publikum durch sehr viele Fernsehproduktionen bekannt, u. a. spielte er in „Praxis Bülowbogen“, „Hinter Gittern“, „Unser Charly“, „Heimat 3“ und in „Post Mortem“ mit. Sehr gern und erfolgreich spielte er immer auch Theater, so z.B. den Conferencier in „Cabaret“, den Salieri in „Amadeus“ sowie die Titelrollen in Goethes „Clavigo“, in „Fernando Krapp“ von Dorst und auf Tournee in „Der Parasit“ von Schiller, mit dem das EuroStudio 2005 den 1. INTHEGA-Preis gewonnen hat.
Karten sind für 21/18/14 € bzw. 18/15/11 € (Ermäßigung für Schüler und Studenten,
für Schulklassen wird ein Sonderrabatt eingeräumt) im Kulturbüro der
Stadt Lüdinghausen oder unter 02591/926-176 erhältlich.
