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Freitag, 8. Juni 2018

Lebensraum für Margerite und Schmetterling

Erich Hirsch schafft beeindruckende Artenvielfalt in Lüdinghausen

Zu einer Wanderung über die „Hirsch-Wiese“ in der Bauerschaft Ondrup in Seppenrade trafen sich am Donnerstagmorgen Bürgermeister Richard Borgmann, der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg und Erich Hirsch. Borgmann und Steenweg waren beeindruckt davon, wie Hirsch die städtische Ausgleichsfläche mit viel Arbeitseinsatz und Geduld innerhalb von wenigen Jahren zu einer hochwertigen ökologischen Wiese ausgebaut hat.

Erich Hirsch, langjähriges Nabu-Mitglied, sammelt die Samen in Handarbeit von Wegsäumen, um sie in der Wiese einzubringen. „Es muss nicht immer nur grünes Gras sein“, sagte er. Hirsch sehe gern, dass die Wiese in ein paar Jahren ganz weiß ist, um einen perfekten Lebensraum für Margeriten zu schaffen. Diese stehen auch nun schon an vielen Stellen in voller Pracht auf der Wiese. Auch Wiesenglockenblumen, der scharfe Hahnenfuß, die Wiesenknautie und einzelne Weißdornbüsche locken Insekten und andere Tiere an. „Um die Schmetterlinge, die hier fliegen, an anderen Orten zu sehen, müssen Sie schon sehr viel Glück haben“, sagt Hirsch nicht ohne Stolz. Auch ein Braunkehlchen sei ein seltener Gast. An den Teichen und Tümpel fühlen sich Storche, Graureiher, Frösche und Libellen wohl. Hirsch erklärte, dass die Wiese in einem ganz bestimmten Rhythmus gemäht wird, um in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Arten zu fördern. Das Gras wächst danach nicht mehr so hoch und bildet gegenüber den erwünschten Blumen eine kleinere Konkurrenz.

Um jede einzelne Pflanze kümmert sich der Naturliebhaber mit großer Hingabe und freut sich über jede neue Art, die er entdeckt. So möchte er eine größtmögliche Blütenvielfalt auf der Wiese schaffen. Auch viele kleine Insektenhotels gehören zu der Fläche, die er betreut. Auf Schildern steht die Bitte geschrieben, die Wiese nicht zu betreten, um die Pflanzen zu schützen.

„Ich bin sehr dankbar, dass so etwas initiiert und möglich gemacht wurde“, sagte Hirsch. „Jede Stadt hat grüne Flächen, aber das hier ist nun ein echter Hingucker.“ Borgmann dankte Herrn Hirsch für seinen Einsatz. „Sie haben in Handarbeit eine Artenvielfalt geschaffen, die beeindruckend ist. Dank Ihres großartigen ehrenamtlichen Engagements folgt ein Naturerlebnis dem nächsten.“

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