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Dienstag, 12. Juni 2018

Entscheidungen mit großer Tragweite

Siebte Klasse der Sekundarschule bekommt Einblick in Kommunalpolitik

Eine Sozialwissenschafts-Unterrichtsstunde der besonderen Art erlebten am Montagnachmittag die Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse der Sekundarschule. Unter Begleitung ihrer Lehrerin Sandra Altemöller ließen sich die Jugendlichen von Bürgermeister Richard Borgmann im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen erklären, wie eine Ratssitzung abläuft. Im original nachgestellten Ratssaal erhielten sie viele konkrete Informationen über politische Entscheidungen in Lüdinghausen.

„Hier werden Entscheidungen getroffen, die euch mittelbar oder unmittelbar betreffen“, sagte Borgmann. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass Lüdinghausen zu den Mittelzentren in Nordrhein-Westfalen gehört. Dies bedeutet, dass die Stadt für mehrere weitere Kommunen Mitverantwortung trägt, was zum Beispiel die gesundheitliche Versorgung oder das Schulwesen beträfe.

Da nicht alle Einwohner einer Stadt gemeinsam politische Entscheidungen treffen können, wählen sie bei den Kommunalwahlen, die alle fünf Jahre stattfinden, Stellvertreter, die als Stadtverordnete im Rat die Bürgerschaft vertreten. Der Vertreterausschuss setzt sich aus 34 Stadtverordneten und dem Bürgermeister zusammen. Das Spektrum der kommunalen Aufgaben sei sehr groß, weil sich die Politiker mit fast allen Dingen beschäftigen müssen, die die Bürgerschaft betreffen. Ist eine Entscheidung getroffen worden, sei es Aufgabe der Stadtverwaltung, diese umzusetzen. Da die Stadtverordneten ehrenamtlich tätig seien und im Regelfall auch einen Beruf ausüben, könnten sie die Umsetzung nicht selbst erledigen. Die Aufgabe des Bürgermeisters bestehe darüber hinaus darin, die Stadt nach innen und außen zu repräsentieren. „Deshalb bin ich auch bei vielen Veranstaltungen von Vereinen und Organisationen dabei. Die rechtliche Verpflichtung der Stadt entsteht durch die Unterschrift des Bürgermeisters“, sagte Borgmann.

Nachdem Borgmann einen Überblick über die Tätigkeiten des Stadtrates und der Verwaltung gegeben hatte, nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, um ihm konkrete Fragen zu stellen. Bei der Beantwortung dieser Fragen betonte das Stadtoberhaupt, dass es wichtig sei, Entscheidungen zu erklären, also warum sie so getroffen worden sind. Wünschenswert wäre, zu allem „ja“ sagen zu können. Das ginge jedoch leider nicht. „Die Bürger müssen ein ,Nein‘ aber nachvollziehen können“, sagte Borgmann, „deshalb ist es wichtig, immer die Gründe für Entscheidungen darzulegen, warum man zu dem „Nein“ gekommen ist.“

Sehr interessiert zeigten sich die Schülerinnen und Schüler an dem Entscheidungsprozess in Bezug auf das zukünftige Kino. Sie waren beeindruckt davon, was Rat und Verwaltung bei solchen zu treffenden Entscheidungen alles zu beachten haben. Auf die Frage, welche Entscheidungen derzeit anstünden, nannte Borgmann sowohl die Verlängerung der „Cani-Verträge“ als auch die Schaffung von weiteren Parkmöglichkeiten in der Innenstadt. Außerdem gab er auf Nachfrage ausführliche Informationen über die Sporthalle für den Schul-, Vereins- und Leistungssport.

Schließlich zeigten sich die Siebtklässler interessiert an der Person des Bürgermeisters und bekamen ein paar private Einblicke. So erfuhren sie zum Beispiel, dass Borgmann in der Schule weder zu den richtig guten noch zu den schlechten Schülern gehörte. Und was ist eigentlich sein Lieblingsessen? „Ich esse gerne italienisch“, sagte Borgmann.

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