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Mittwoch, 28. November 2018

Bürgerschaftliches Engagement ist beeindruckend und bedarf einer Belohnung

Borgmann dankt Landwirten und übt Kritik an mangelnder Förderung der „Buddel-Projekte“

Beeindruckt zeigt sich Bürgermeister Richard Borgmann über den Einsatz der heimischen Landwirte beim Thema Glasfaserausbau. „Die vielen Stunden Zeit, die die Landwirte investiert haben, um schnelleres Internet zu bekommen, kann man ihnen gar nicht hoch genug anrechnen“, betont das Stadtoberhaupt. Dem Einsatz der Landwirte und ihrer guten Zusammenarbeit untereinander sei es zu verdanken, dass auch der Außenbereich bald von der modernen Internetanbindung profitieren könne.

Umso bedauerlicher sei es, dass bei einigen Landwirten der Eindruck entstanden sei, dass die getroffenen Maßnahmen förderfähig seien. Dass manche Äußerungen von Beteiligten zu Irritationen bei den Anwohnern und den ehrenamtlichen Multiplikatoren geführt haben, könne Borgmann gut nachvollziehen. Anfang Oktober hatte auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann dankenswerterweise eine Informationsveranstaltung stattgefunden, zu der Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger geladen waren. In diesem Rahmen stellte Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM GmbH und beliehener Projektträger für das Breitbandförderprogramm des Bundes, eine Unterstützung für die eigenwirtschaftlichen Projekte mit bürgerschaftlichem Engagement im Außenbereich in Aussicht.

Im Rahmen einer anschließenden Projektbesprechung auf Einladung des Breitbandkoordinators des Kreises Coesfeld, Jochen Wilms, mit dem Bonner Regionalbüro der atene KOM, Dr. Markus Tietmeyer und Mathis Entrup, und unter Teilnahme der Gigabitgeschäftsstelle Münster, Jörg Pieper, wurde dann allerdings festgestellt, dass die im Kreis Coesfeld vorherrschenden „Bürgerbreitbandprojekte“ nicht kompatibel zu den aktuellen Landes- oder Bundesförderprogrammen sind.

Außerdem sind begonnene Vorhaben generell nicht förderfähig. Nun wird geprüft, ob zukünftige Projekte noch Chancen auf Fördermittel haben könnten. „Ich bedauere es sehr, dass diejenigen, die von Anfang an mit viel Eifer und Tatendrang dabei waren, nun mit leeren Händen dastehen“, sagt Borgmann. Es sei ungerecht, dass andere, die nun erst nachziehen, eventuell mehr Glück haben. Wilms weist darauf hin, dass eine Förderung in einem Gebiet ohne Marktversagen weiterhin nicht möglich sein wird.

„Die Bundesregierung löst ihr Versprechen eines flächendeckenden Ausbaus nicht ein, wenn der ländliche Raum außen vor gelassen wird“, sagt Borgmann. Gerade auf dem Land könne man Standortnachteile, die in der Entfernung begründet liegen, durch Digitalisierung kompensieren. „Nicht überall zeigen die Menschen im Außenbereich so viel Initiative wie in Lüdinghausen und Seppenrade“, ist Borgmann überzeugt. „Bund und Land verschenken viel Potenzial, wenn sie die ländlichen Regionen nicht in ihre Planungen einbeziehen.“ Er setzt deshalb nach wie vor darauf, dass das Engagement der Kreativen nicht bestraft, sondern honoriert wird und bittet Bund und Land nach Möglichkeiten einer nachträglichen Bezuschussung zu suchen.