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Mittwoch, 15. Mai 2019

Linde wird Wunden selbst verschließen

Baumpflegearbeiten am Rathaus

An 14 Standorten in Lüdinghausen wurden in den letzten Tagen Baumpflegearbeiten durchgeführt. Am Freitag war eine Eiche am Spiekerkamp in Seppenrade an der Reihe und am Montag eine Linde am Rathaus. Da beide Bäume große Hohlräume und Faulstellen aufwiesen, wurden sie vorab durch Baumgutachter untersucht. Die Rückschnittarbeiten an den beiden Bäumen mussten aufgrund der vorliegenden Gutachten teilweise sehr massiv ausgeführt werden.

Insbesondere die Linde am Rathaus wurde sehr stark zurückgeschnitten. Vor 20 Jahren wurde die Krone der Linde bereits einmal gekappt. An diesen Kappstellen haben sich im Laufe der Zeit kräftige Äste gebildet, die zu einer hohen zweiten Krone geführt haben. „Die Linde hatte sich wieder zu einem Baum mit weit und hoch ausladender Krone entwickelt“, sagt der städtische Mitarbeiter Heinz Helmut Steenweg. Jedoch habe der Baumgutachter bei der Untersuchung der einzelnen Kappstellen tiefreichende Fäulniskavernen festgestellt. Die Kappstellen werden hierdurch zu sehr überlastet, wodurch ein hohes Bruchrisiko besteht. „Zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger musste gehandelt werden“, ergänzt er.

Mit Kran und Säge arbeitete sich die Firma Grüner Zweig aus Tecklenburg an dem 23 Meter hohen Baum von Ast zu Ast vor. Um der ansonsten vitalen Linde eine möglichst lange Lebensdauer zu ermöglichen, sollten die alten Kappstellen nicht erneut gekappt werden. Die Äste wurden jeweils auf sogenannte Zugäste abgesetzt, die den eingekürzten Starkast dann wieder versorgen können.

Baumpflegearbeiten sollten möglichst in der Vegetationszeit durchgeführt werden. So können die Bäume die Schnittstellen selbst wieder verschließen und neue Austriebe mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Die abgeschnittenen Äste wurden mithilfe eines Häckslers zerkleinert. Das Häckselgut wird anschließend zur Abdeckung von Beeten benutzt und somit wieder dem Kreislauf zugeführt.

Durch die Pflegearbeiten wird der Linde ein langes Leben ermöglicht. „Solange es keine Extremwitterungsereignisse gibt oder die Linde an einer Epidemie erkrankt, wird sie noch lange stehen und uns weiter erfreuen“, freut sich Steenweg.

Foto
 
Auf diesem Foto ist die Faulstelle deutlich zu erkennen.