Nachdem die Zahl der Coronavirus-Infektionen am gestrigen Dienstag bei 21 Fällen stagnierte, meldet das Kreisgesundheitsamt am heutigen Mittwoch, den 11. März, fünf weitere Ansteckungen. In Ascheberg ist eine zusätzliche Ansteckung einer jungen Frau zu verzeichnen, die sich ebenfalls zum Ersterkrankten in Senden zurückverfolgen lässt. In Dülmen und Lüdinghausen gibt es jeweils zwei neue Fälle, womit diese beiden Städte erstmals betroffen sind.

Es handelt sich um ein Ehepaar in Dülmen; in Lüdinghausen sind es zwei Männer aus demselben Bekanntenkreis. Diese vier Personen mittleren Alters sind nun von Skiurlauben in Österreich zurückgekehrt, es gibt aber zwischen diesen beiden Gruppen keine Verbindung. Die Zahl der nachweislich infizierten Personen im Kreis Coesfeld steigt damit nun insgesamt auf 26 Fälle.

Die gute Nachricht ist: „Alle nachgewiesenen Fälle sind bislang relativ harmlos verlaufen“, betont Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, und ergänzt: „Das war so nicht zu erwarten.“ Die vergleichsweise hohe Zahl der Ansteckungen im Kreis erkläre sich daraus, dass das Umfeld des Erstinfizierten, im direkten Kontakt mit dem Betroffenen, klar zu umreißen war: Gezielt konnten Verdachtsfälle in Familie und Freundeskreis im Rahmen des Infektionsschutzes ermittelt und überprüft werden; mehrere Nachweise waren die logische Folge. Eine genaue, ursprüngliche Infektionsquelle konnte dabei jedoch bislang nicht gefunden werden. Nun stehen mit den Fällen in Dülmen und Lüdinghausen allerdings neue Kreise von Kontaktpersonen im Fokus.

Aufgrund eines Übertragungsfehlers korrigiert das Kreisgesundheitsamt nun die Gebietseinteilung der nachgewiesenen Fälle: Derzeit sind es 14 Fälle in Senden, sechs in Ascheberg und zwei in Olfen; mit jeweils zwei Fällen sind Dülmen und Lüdinghausen neu hinzugekommen.