Rund 200 Hauseigentümer in Lüdinghausen und Seppenrade haben die Möglichkeit, mit Hilfe eines Fachmannes herauszufinden, wie ihre Immobilie sinnvoll energetisch modernisiert werden kann. Im Rahmen der Haus-zu-Haus-Beratungen werden die beiden Energieberater André Harbring und Klemens Nolte von der Kreishandwerkerschaft Coesfeld im nächsten Frühjahr ausgewählten Haushalten eine kostenfreie und neutrale Vor-Ort-Beratung anbieten. Vorrangig sollen den Inhabern von Gebäuden aus den 50er- und 60er-Jahren Angebote unterbreitet werden. Die Berater können nicht nur zum Thema energetische Sanierung, sondern auch zu Barrierefreiheit und Einbruchschutz informieren.

Die Haus-zu-Haus-Beratungen werden von der Stadt Lüdinghausen angeboten, unterstützt durch den Kreis Coesfeld und die Kreishandwerkerschaft sowie die Sparkasse Westmünsterland. Die Eigenheimbesitzer werden vorab durch ein Anschreiben des Bürgermeisters über die Aktion informiert. „In Zeiten, in denen sich jeder Gedanken darüber macht, wie er seinen Teil zum Klimaschutz beitragen kann, wird dieses Angebot sicherlich auf ein großes Interesse stoßen“, meint Borgmann. „Ich hoffe, dass möglichst viele Hausbesitzer das Angebot in Anspruch nehmen.“

Mathias Raabe, Koordinator des Projekts beim Kreis Coesfeld, ist sehr zufrieden mit der Kontaktquote und der Anzahl der Beratungsgespräche in anderen Kommunen, in denen die Beratungen bereits stattgefunden haben. „Wichtig ist, dass wir bis zum Endverbraucher vordringen und genau das tun wir mit diesem Angebot. Die Beratungen finden direkt am Küchentisch beziehungsweise im Heizungskeller statt“, so Raabe.

Die Berater können genau auf die individuelle Situation der Hausbesitzer eingehen und darauf achten, was für sie im Hinblick auf Leistung und Einsparung entscheidend ist. Im Anschluss daran können die Hausbesitzer in Ruhe überlegen, ob und wie sie tätig werden wollen. „Dieses Projekt soll in engem Austausch mit der Firma Gertec stattfinden, die derzeit das Klimaschutzkonzept für die Stadt Lüdinghausen erstellt“, erklärt Borgmann. „Die Bürgerinnen und Bürger haben mit der energetischen Sanierung die Gelegenheit, etwas für sich persönlich zu tun und gleichzeitig aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz zu werden.“