Auch in Lüdinghausen heulen am Donnerstag, den 6. September, die Sirenen. Grund ist der erstmalig in Nordrhein-Westfalen stattfindende landesweite Warntag. Hierbei sollen alle vorhandenen Warnmittel erprobt werden. Neben den Warnungen durch die Sirenen wird es gleichzeitig Lautsprecherdurchsagen aus einem Warnfahrzeug geben. In Lüdinghausen wird die Feuerwehr mit dem im Februar für diese Zwecke neu angeschafften und durch das Land bezuschussten Range Rover durch die Straßen fahren und die mobile Sirenenanlage wird zu hören sein.

Außerdem wird die Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) mit einer Probewarnmeldung aktiviert. Ziel des landesweiten Warntags ist es, der Bevölkerung zu veranschaulichen, welche Warnmittel es gibt, was sie bedeuten und wie man im Ernstfall richtig reagiert. Nach Einschätzung von Günter Weide, Wehrführer der Feuerwehr Lüdinghausen, ist die Einführung eines solchen Tages sehr sinnvoll. „Solche Übungen sind die beste Möglichkeit, die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, wie man sich in Gefahrensituationen richtig verhält“, sagt er. Weide hofft darauf, dass die Warn-App NINA durch den Tag eine größere Bekanntheit in der Bürgerschaft erlangt. Die Nutzung der App sei ein besonders schneller Informationsweg.

Auch Michael Pieper, Ordnungsamtsleiter der Stadt, ist sich sicher: „Wer gut informiert ist, kann sich selbst und anderen besser helfen. Beim ersten Warntag werden vielleicht noch einige erschrocken reagieren und sich fragen, was los ist. Dies wird beim nächsten Mal aber sicher schon nicht mehr der Fall sein.“ Ab jetzt wird der landesweite Warntag jährlich am ersten Donnerstag im September stattfinden.