Mit dem Umgehungsgerinne wird die Durchgängigkeit der Stever von der Quelle bis zur Mündung hergestellt. Durch das Umgehungsgerinne sollen die Fische von der Alten Stever über die Vischeringstever durch die StadtLandschaft bis zum Steverwall und der Mühlenstever geleitet werden.

Die Firma Könning ist im Auftrag der Stadt Lüdinghausen bei den Bauarbeiten für das Umgehungsgerinne und die Fischtreppen gleich an mehreren Orten in der Stadtlandschaft aktiv. An der Sporthalle Hinterm Hagen wurde eine Baustraße errichtet, um das Auslaufbauwerk für die Fischtreppen an der Sohle der Vischeringstever zu setzen. Im Hochwasserschutzwall wurde eine Konstruktion mit Staubecken geschaffen. Der Rückbau der Baustraße wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Von hier aus steigen die Fische zukünftig in den Fischaufstieg ein, um dann durch die anstehende sauerstoffreiche Lockströmung durch die StadtLandschaft geleitet zu werden.

Gleichzeitig sind die Arbeiten am Steverwall in vollem Gange. Die Bäume sind mit einem Baumschutz ummantelt, um sie vor Beschädigung durch die Baumaschinen zu schützen. Dieser Abschnitt zwischen dem Steverbett Hotel und der Klosterstraße bleibt vorerst gesperrt. Hier werden in den kommenden Wochen die Fischtreppen in das Gewässer neben dem Steverwall eingebaut. Ab Mitte Mai werden die verschiedenen Steuerorgane so eingestellt, dass eine stetige sauerstoffreiche Strömung im Gerinne der StadtLandschaft vorherrschen wird. Diese Strömung wird von den Fischen aufgefunden und verfolgt.

Ab dem morgigen Mittwoch wird der Wasserstand der Stever wieder auf die üblichen drei Meter vor der Grünen Schleuse eingestaut. In den vergangenen Wochen musste der Wasserstand für die Gründungsarbeiten stark abgesenkt gehalten werden.

„Es ist schön, diesen Arbeiten beim Voranschreiten zuzusehen“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. „Wir freuen uns schon sehr darauf, dass die Fische nun endlich den Weg von der Quelle bis zur Mündung aufsteigen und ihre angestammten Laichplätze erreichen können.“ Für die Herstellung des Umgehungsgerinnes hatten sich der Wasser- und Bodenverband Stever-Lüdinghausen und die Stadt Lüdinghausen schon seit einigen Jahren eingesetzt.