Die Stadt Lüdinghausen gehört seit 2016 zum Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (KEEN) Münsterland. Das Projekt hat zum Ziel, über drei Jahre die Einsparpotenziale in öffentlichen Gebäuden zu identifizieren und Tipps für die Umsetzung von energetischen Maßnahmen zu geben. Die Gelsenwasser AG ist als Netzwerkmanager und Moderator Projektleiter und koordiniert die Netzwerkarbeit.

Zu Beginn des Projekts wurden alle städtischen Gebäude mit ihren Verbräuchen in ein Register aufgenommen, untereinander verglichen und bewertet. Anschließend wurde festgestellt, wo zukünftig genauer hinzuschauen und Maßnahmen zu ergreifen sind.

Jede teilnehmende Kommune konnte Objekte auswählen, die in energetischer Hinsicht näher betrachtet wurden. In Lüdinghausen war dies die Sekundarschule. „Aufgrund der Teilnahme im Netzwerk haben wir uns nun für das Blockheizkraftwerk entschieden“, sagt der städtische Mitarbeiter Friedhelm Beck. Zuerst seien verschiedene Varianten durchdacht worden. Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen habe sich das Blockheizkraftwerk mit dem dazugehörigen Nahwärmenetz als die beste Alternative herausgestellt. Die Vorarbeiten hierfür starten im Sommer und sollen vor der nächsten Heizperiode abgeschlossen sein. Das Blockheizkraftwerk wird das gesamte Schulzentrum einschließlich der neuen Sporthalle beheizen.

Doch nicht nur das neue Gebäude, auch die Realschul-Sporthalle war Gegenstand der Analyse. Die Fassade der Realschul-Sporthalle besteht momentan aus einer einfachen Betonwand. Das Planungsbüro, das das Netzwerk fachlich begleitet und berät, hat zur energetischen Sanierung des Gebäudes eine Fassadendämmung vorgeschlagen. Diese soll bis zum Ende des Jahres ausgeführt werden. „Die Realschul-Sporthalle gehört zum Gesicht des gesamten Gebäudekomplexes“, sagt Beck. „Damit alt und neu zusammenpassen, hat sich das Architekturbüro Lindner Lohse aus Dortmund genau überlegt, wie die Fassade künftig aussehen soll.

„Die Zusammenarbeit im Netzwerk war sehr gewinnbringend“, findet Beck. Er könne nur empfehlen, diesen intensiven Austausch unter den Kommunen weiter fortzuführen. Auch in Zukunft könne die Stadt bei geplanten Maßnahmen auf die Ergebnisse der Netzwerktreffen und energetischen Analysen zurückgreifen. Auch Bürgermeister Richard Borgmann bewertet die Erfahrungen als positiv. „Die Kommunen wollen ihren Beitrag zu den energiepolitischen Zielen Deutschlands leisten“, sagt er. „Mit der Teilnahme im Netzwerk KEEN wurden der Stadt Lüdinghausen wichtige Hinweise geliefert, um den Energieverbrauch zu senken und für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.“