Wie bereits berichtet, haben sich alle Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld sowie die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) der Aktion #WIRFUERBIO in Westfalen angeschlossen, um die Qualität der Biotonneninhalte zu verbessern. Beim eingesammelten Biomüll kommt es seit geraumer Zeit vermehrt zu starken Verunreinigungen durch Plastik und schlecht kompostierbarem Abfall, wie zum Beispiel Maisstärketüten. Daher setzen sich alle Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld dafür ein, die Biotonne und letztlich den Boden und die Gewässer frei von jeglichem Plastik zu halten. Dadurch lassen sich zukünftig hohe Sortier- und damit Entsorgungskosten vermeiden.

Deshalb  sollen sämtliche Biotonnen im Innenbereich von Lüdinghausen und Seppenrade mit einem Aufkleber auf dem Deckel versehen werden. Vor der Leerung der Biotonnen ab Mittwoch, den 6. Mai, - manchmal auch unmittelbar danach - beginnen Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) im Auftrag der Stadt Lüdinghausen mit dem Anbringen eines Aufklebers auf den Tonnen. Die Stadtverwaltung bittet daher alle, ihre Biotonne möglichst am Abend vorher schon an die Straße zu stellen und auch nicht sofort nach der Leerung wieder hereinzuholen. Die Beteiligten gehen davon aus, dass für das Anbringen der Aufkleber mehrere Abfuhrtage erforderlich sind - die Aktion wird sich daher voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Wer also am Mittwoch noch keinen Aufkleber an seinem Gefäß hat: Bitte auch vor den weiteren Leerungen die Tonne frühzeitig an die Straße stellen! Sollte jemand vergessen werden: man kann sich den Aufkleber auch im Rathaus abholen und selbst anbringen.

Der Aufkleber soll die Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen, dass weder Kunststoffbeutel noch sogenannte biologisch abbaubare Folienbeutel in die Biotonnen gegeben werden dürfen. Wer sie trotzdem im Haushalt zur Sammlung verwenden will, muss dann den Inhalt in die Tonne entleeren und den Beutel selbst über die Restmülltonne entsorgen. Ansonsten kann es mittelfristig passieren, dass die Biotonne nicht geleert wird. Die Stadt weist darauf hin, dass entsprechende Kontrollen spätestens zum Ende des Jahres geplant sind. Alternativen zu den Kunststoffbeuteln sind übrigens Papiertüten. Diese und auch Zeitungspapier (Tageszeitung), in die Bioabfälle eingewickelt werden können, sind wie bisher erlaubt. Was sonst auch nicht in die Biotonne darf: Verpackte Lebensmittel wie gekeimte Kartoffeln im Kunststoffnetz, verdorbene Wurst in der Plastikfolie, das Glas mit verschimmeltem Obst oder Kaffeekapseln, aber auch Katzenstreu, Windeln, Asche oder sonstiger Restmüll. Weitere Infos dazu gibt es auch auf der Landingpage der Kampagne #wirfuerbio in Westfalen.