Zum Weltgästeführertag am 21. Februar hat Bürgermeister Richard Borgmann die Stadtführer Lüdinghausens ins Rathaus eingeladen. Während einer kleinen Feierstunde bedankte er sich herzlich bei ihnen. „Sie sind das Gesicht unserer Stadt“, sagte Borgmann zur Begrüßung. „Wenn Sie den Besucherinnen und Besuchern entgegen lächeln, haben sie direkt einen guten Eindruck von Lüdinghausen.“

Eine Stadtführung bedeute nicht nur, Zahlenmaterial herunterzubeten, sondern lebendig und individuell auf jede Gruppe eingehen zu können. „Sie sind unsere Botschafter, die unsere Stadt wunderbar nach außen präsentieren“, lobte das Stadtoberhaupt.

Stellvertretend für alle bedankte sich Hans-Jürgen Witt für die Einladung und die Gelegenheit zum Austausch. „Jeder von uns macht sein Ding und hat seinen eigenen Schwerpunkt, aber wir reden auch gerne und viel über unsere Tätigkeit“, sagte er. Gabriele Christensen wies darauf hin, dass viele Besucher überrascht davon seien, was Lüdinghausen zu bieten hat. Und sogar die Lüdinghauser selbst sehen auf einer Stadtführung immer etwas Neues, was ihnen noch nicht aufgefallen war, wusste Christoph Davids zu berichten.

Der neue Marktplatz und das Beleuchtungskonzept im Winter seien prima angekommen. „Lüdinghausen ist im Fluss“, sagte Davids. „Bei uns tut sich was.“ Borgmann wies darauf hin, dass die Umsetzung vieler Projekte nur mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger möglich war. Insbesondere beim Beleuchtungskonzept hätten sich viele zusammengetan, um gemeinsam etwas Großes für die Stadt zu erreichen.

Witt zeigte sich überzeugt, dass das Motto „Citta Slow“ in den Stadtführungen bei den auswärtigen Besuchern gut rüberkomme. Das Gesamtpaket von Lüdinghausen als Kleinod stimme. Das Zusammenspiel der Burgen mit dem Wasser und der Altstadt als gemütliche Flaniermöglichkeit wird gern genutzt. Die wenigen Leerstände in den Ladenlokalen würden von vielen Besuchern bemerkt und hervorgehoben. Das Alleinstellungsmerkmal „Citta Slow“ könne die Stadt Lüdinghausen allerdings noch mehr zur positiven Vermarktung nutzen, regten die Stadtführer an. Außerdem wiesen sie darauf hin, dass weitere Busparkplätze für die Besucherströme vorteilhaft wären. Diese Anregungen nahm Borgmann gerne auf und versprach, sich Gedanken hierzu zu machen.

Auch Seppenrade ziehe immer mehr Leute an, die in einer Stadtführung insbesondere den Rosengarten und den Kirchplatz sehen möchten. Josef Brathe hat daher auch schon kombinierte Fahrad-Führungen durch beide Ortsteile angeboten.

Zum Dank bekam jeder der Stadtführer ein Schnapsgläschen und einen Eierlikör. Der Bürgermeister freute sich über den anregenden Austausch und hoffte, dass die Stadtführer noch lange Freude an ihrer Tätigkeit haben werden.