Bürgermeister Richard Borgmann hat sich nun in einem Schreiben bei dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Dr. Dirk Spelmeyer, für die Entscheidung bedankt, die Notfallpraxis in Lüdinghausen wieder zu öffnen.

Mit der Öffnung trage die Kassenärztliche Vereinigung „aktiv dazu bei, das Regionalkrankenhaus St. Marien-Hospital nicht noch stärker zu belasten als es bereits heute der Fall ist“. Die Coronapandemie fordere das Krankenhaus in einer bislang nicht gekannten Massivität. Nicht unbedingt sofort notwendige Operationen werden, entsprechend dem geäußerten Wunsch des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, bereits heute zeitlich verschoben.

Borgmann hatte zuvor in einem Schreiben an Dr. Spelmeyer darum gebeten, die Praxis wieder zu öffnen, da die Bürgerinnen und Bürger „unzumutbare Wege bis nach Coesfeld“ in Kauf nehmen müssten oder sogar das St. Marien-Hospital in Lüdinghausen aufsuchen. Das Krankenhaus brauche aber alle notwendigen Ressourcen, um schwerstkranke Menschen zu behandeln. Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger der Städte und Gemeinden Ascheberg, Nordkirchen, Olfen, Senden, Selm und Lüdinghausen bedankt sich Borgmann nun ganz herzlich dafür, dass die Kassenärztliche Vereinigung auf seine geäußerte Bitte reagiert hat und die Praxis wieder öffnen wird.

Borgmann weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass er davon ausgeht, dass die Praxis nicht nur krisenbezogen, sondern auch mit Blick in die Zukunft dauerhaft erhalten bleibt.