Bürgermeister Richard Borgmann wird sich am Montag, den 8. Juli, am Flaggentag der internationalen Vereinigung Mayors for Peace beteiligen und ein Zeichen für den Frieden setzen. Er lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich um 14 Uhr auf dem Rathausvorplatz einzufinden, um der Beflaggung beizuwohnen.

Rund 300 Städte des weltweiten Netzwerks werden gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Atomwaffen setzen. Mit der Beflaggung wird an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde, erinnert. Der Internationale Gerichtshof stellte fest, dass „eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen“.

Borgmann weist mit Nachdruck auf die Bedeutung der Aktion hin. „Unsere heutige Situation ist äußerst besorgniserregend“, betont er. „Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA und die starken Auseinandersetzungen dieser Nationen machen deutlich, dass wir uns derzeit in einer Krise der nuklearen Abrüstungsbemühungen befinden.“ Borgmann appelliert an die Bürgermeister aller Städte, dem Friedensbündnis beizutreten und sich ihrerseits stark für die Abschaffung von Atomwaffen zu machen. Insbesondere hofft er, dass die Partnerstädte Taverny und Nysa ebenfalls aktiv werden. Diese Bitte hatte er vor einigen Wochen an seine Amtskollegin und seinen Amtskollegen geäußert.

Borgmann hofft, dass die Bundesregierung vor Ende der Kündigungsfrist weiterhin alles unternimmt, um am INF-Vertrag, auch Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme genannt, festzuhalten. Jeder Einsatz von Atomwaffen würde katastrophale Folgen nach sich ziehen. „Dies zu vermeiden, muss unser gemeinsames Anliegen bleiben“, sagt Borgmann. „Ich lade Sie daher ganz herzlich dazu ein, mit mir zusammen am 8. Juli ein kleines, aber sichtbares Zeichen für mehr Frieden in der Welt zu setzen.“