Die derzeitige Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig die Investitionen in eine gute medizinische Versorgung sind. „Im internationalen Vergleich kann Deutschland sich glücklich schätzen, weil wir wirklich gut da stehen“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann.

Besonders freut er sich natürlich über die gute Situation direkt vor Ort in Lüdinghausen. „Die Krise hat deutlich gezeigt, dass Krankenhäuser auch im ländlichen Raum eine bedeutende Rolle spielen“, so Bürgermeister Richard Borgmann. Er freue sich sehr darüber, das St. Marien-Hospital vor Ort zu wissen. Dieses habe direkt zu Beginn der Krise richtig reagiert und die Anzahl der Intensivbetten fast verdoppelt. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, um die Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall sicherzustellen.

Die Ergebnisse der Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2019, die für das gesamte Bundesgebiet nur noch einen Bedarf von lediglich circa 600 Kliniken vorsieht, wurden Borgmanns Ansicht nach allein schon aufgrund der gesammelten Erfahrungen aus der Corona-Pandemie ad absurdum geführt. Gerade in Krisenzeiten spielen kurze Wege für eine gute medizinische Versorgung eine herausragende Rolle. „Die vorhandene Krankenhausstruktur in Deutschland wird über Landesgrenzen hinweg gelobt“, sagt Borgmann. „An dieser Struktur sollten Bund und Länder festhalten und sehen, wie man sie noch weiter stärken kann.“ Vieles beruhe auf Vertrauen. Und dieses Vertrauen finde man nicht in Bettentürmen von großen Krankenhäusern. Auch in gewöhnlichen Zeiten sei eine Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen wichtig. Hierzu gehöre auch eine gut erreichbare, wohnortnahe Gesundheitsinfrastruktur.

„Mit der Einrichtung des Mariencampus wird Lüdinghausen seinen Aufgaben als Mittelzentrum gerecht“, so Borgmann. „Lüdinghausen ist nicht nur für die gesundheitliche Versorgung der eigenen Einwohner, sondern auch für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Städte und Gemeinden zuständig.“ Mit dem Mariencampus seien viele Angebote an einem Standort zentral gebündelt worden. Die Menschen müssen innerhalb der Stadt keine weiten Wege mehr in Kauf nehmen, um verschiedene Fachärzte, Apotheken und Sanitätshäuser aufzusuchen. Weitere Praxen für Allgemeinmedizin und Fachmedizin sowie Angebote im Bereich Therapie und Vorsorge runden das Angebot in Gesundheitsfragen in Lüdinghausen ab.

„Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir dieses hervorragende Angebot in Lüdinghausen und auch dem südlichen Münsterland haben und würde mir wünschen, dass auch die Bundespolitik sieht, welche Schlüsselrolle die derzeitige Krankenhauslandschaft im gesamten Bundesgebiet genießt. Nicht umsonst ist man derzeit auf das gesamte Krankenhauswesen stolz und bezeichnet es als Vorbild in ganz Europa“, sagt Borgmann.