Bürgermeister Richard Borgmann hat einen Brief an seinen Kollegen aus der Partnerstadt Nysa, Kordian Kolbiarz, geschrieben, in dem er ihn auf die Mitgliedschaft Lüdinghausens in dem weltweiten Bündnis Mayors for Peace hinweist. Mittlerweile gehören dem Bündnis 7700 Mitgliedsstädte in 163 Ländern an. Gemeinsam möchten sie sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen einsetzen und über nationale Grenzen hinweg zusammenarbeiten.

Borgmann möchte der Partnerstadt Nysa eine Mitgliedschaft in dem Bündnis ans Herz legen. Taverny, die zweite Partnerstadt Lüdinghausens, ist bereits Mitglied der Mayors for Peace. Die Mitgliedsstädte appellieren an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Jährlich am 8. Juli hissen die Bürgermeister als Zeichen für den Frieden eine Flagge am Rathaus. Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen), das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH sagte einstimmig, dass die Atomwaffenstaaten verpflichtet sind, nach Art. 6 des 1968 geschlossenen Nichtverbreitungsvertrages (NPT) in redlicher Absicht Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen zu führen und die Atomwaffen auch tatsächlich abzuschaffen.

Borgmann ist überzeugt, dass ein friedliches Miteinander nur ohne nukleare Waffen möglich ist und würde sich daher freuen, wenn sich möglichst viele Städte zu einer Mitgliedschaft in dem Bündnis entschließen würden. „So können wir Städte im Kleinen zeigen, wie ein friedliches Miteinander funktionieren kann und ein Vorbild für die Staaten der Welt sein“, sagt Borgmann.