Bürgermeister Richard Borgmann bittet in einem Schreiben an Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr darum, zu prüfen, ob Lüdinghausen eine Mobilstation bekommen könnte. In einem sogenannten „Letter of Support“ betont er seine Unterstützung für den Landeswettbewerb „Mobil.NRW -  Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“. Der Kreis Coesfeld setzt sich derzeit dafür ein, über den Wettbewerb Fördermittel für das Vorhaben zu bekommen. Eine Projektskizze für die Buslinie ist bereits an das Verkehrsministerium in Düsseldorf übermittelt worden.

Mit dem Schnellbus MX 90 soll das Mobilitätsangebot auf der Strecke Olfen-Lüdinghausen-Senden-Münster verstärkt werden. In der Gemeinde Senden wird eine innovative Mobilstation als Verknüpfungspunkt der verschiedenen Verkehrsmittel konzipiert und die Erschließung der Fläche über bedarfsorientierte on-demand-Verkehre erprobt. Borgmann bittet nun darum, zu prüfen, ob eine weitere Mobilstation auch für die Stadt Lüdinghausen möglich ist. Bei der Errichtung der Mobilstationen gehe es darum, den Kundenbedarf in den Mittelpunkt zu stellen. „Das wäre für unsere Stadt eine tolle Bereicherung“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher. „Moderne Mobilitätskonzepte sind unabdingbar und werden immer mehr zu einem bedeutenden Standortfaktor.“

Borgmann hat die Unterstützung der Stadt Lüdinghausen für den Landeswettbewerb und eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Coesfeld und den weiteren Projektpartnern zugesichert. Mit dem Pilotprojekt wolle man neue Maßstäbe für die Mobilität im ländlichen Raum setzen. „Mit dem Schnellbus MX 90 haben wir ab dem Sommer ein hervorragendes Angebot in Lüdinghausen“, so Borgmann. „Es ist aber notwendig, nicht nur das reine Fahrangebot zu verbessern, sondern auch einen unkomplizierten Service für die Fahrgäste zu schaffen, um möglichst viele davon zu überzeugen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Daher hoffen wir sehr, dass auch Lüdinghausens Wunsch nach einer Mobilstation berücksichtigt wird.“