Etwa 54.000 Gäste in sieben Jahren. Diese stolze Zahl präsentierte Professor Norbert Lütke-Entrup, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, am Freitagmittag den Gästen, die zur offiziellen Übergabe des neuen Vollniederflur-Bürgerbusses an die Lüdinghauser Bürgerschaft auf dem Rathausplatz erschienen waren. „Das sind mehr als doppelt so viele Nutzer als Lüdinghausen Einwohner hat“, freute er sich.

„Dies ist kein normaler Bus, denn die Betonung liegt ganz klar auf dem Wort „,Bürger’“, sagte Borgmann. „Dass dieser Bus überhaupt hier steht, ist eine tolle Gemeinschaftsleistung der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“. Bei der Anschaffung des ersten Bürgerbusses vor sieben Jahren hätten sich viele gefragt, ob der Bürgerbus genügend genutzt werde und ob sich genug Fahrer finden werden, die zu dieser ehrenamtlichen Aufgabe bereit sind. „Nun können wir sagen: In den letzten sieben Jahren hat der Bürgerbusverein eine ganze Menge erreicht“, betonte Borgmann und dankte insbesondere Professor Norbert Lütke-Entrup für sein riesiges Engagement. Er sei jederzeit mit vollem Tatendrang zur Stelle. Besonders den 27 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern wurde ein großer Dank ausgesprochen. Rechnet man die Gesamtzahl der Nutzer auf die einzelnen Tage im Jahr herunter, nutzen 34 Bürgerinnen und Bürger den Bürgerbus pro Tag. Anschließend wurde der Bürgerbus in Form einer ökumenischen Andacht durch Pastor Benedikt Elshoff und die Prädikantin Claudia Wulf gesegnet.

Im Anschluss an die Segnung sprachen André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Westfälischen Verkehrsgesellschaft und der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM), Wolfgang Kampmann vom Autohaus Rüschkamp und Marcus W. Leiendecker, Vorstand der Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG, Grußworte und wünschten dem neuen Fahrzeug und seinen Nutzern jederzeit eine gute Fahrt ohne Unfälle.

Der neue Bürgerbus ist bereits seit einigen Tagen in Lüdinghausen unterwegs, sodass sich schon viele Fahrgäste von der Qualität und dem Komfort des Busses überzeugen konnten. Die Fahrer des Bürgerbusses nahmen sich die Zeit, um interessierten Bürgern die vielen neuen Möglichkeiten, die der Bus bietet, zu erläutern. Besonders für diejenigen, die mit dem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, bietet der Bürgerbus tolle Vorteile. „Wir wollten einen Bus, der möglichst barrierefrei ist und auch Menschen mit Behinderungen befördern kann“, sagte Lütke-Entrup.

Die Kosten für den neuen Bus belaufen sich auf etwa 106.000 Euro, wovon 70.000 Euro von der Bezirksregierung, 5000 Euro vom Kreis Coesfeld und der Rest von der Stadt Lüdinghausen übernommen werden. Gesponsert wird der Bus von der Volksbank Lüdinghausen-Olfen eG und dem Autohaus Rüschkamp.