Zu einem Betriebsbesuch trafen sich Bürgermeister Richard Borgmann, der Beigeordnete Matthias Kortendieck und Wirtschafsförderer Stefan Geyer kürzlich mit Dieter Steffan und Olaf Oebels im Luna Tonstudio. Beim Rundgang wurden die aufwändige technische Ausstattung bewundert und die vielen Möglichkeiten, die das Studio bietet, besprochen.

Von zwei Regieräumen lässt sich direkt in den mittigen Aufnahmeraum schauen. Dieser bietet auf 50 Quadratmetern genügend Platz für Kreativität. Deshalb können hier nicht nur Einzelkünstler, sondern auch komplette Bands aufgenommen werden. „Es ist das Herzstück unseres Studios“, schwärmt Oebels. „Hier entscheidet sich, ob die Leute wirklich etwas können oder nicht.“ Durch die akustische Entkoppelung wird ein klarer und druckvoller Sound erreicht. Im Regieraum erhalten die Produktionen dann den finalen Schliff. Ein zweiter Regieraum steht speziell für Bandproduktionen zur Verfügung. Diverse Verstärker und hochwertiges Equipment sorgen für einen außergewöhnlichen Sound.

Das Luna Tonstudio bietet zudem auch die Möglichkeit, Videos und Imagefilme zu schneiden. Dieses neue Standbein sei nötig, da der CD-Verkauf deutlich zurückgegangen ist. Für die Bands seien heutzutage die Live-Auftritte wichtiger. Auch für diese bietet das Tonstudio daher seine Unterstützung an.

Errichtet wurde das Tonstudio vor etwa 20 Jahren von Bernd „Natze“ Schöler, der Mitte 2017 verstorben ist. Schöler produzierte mit dem bekannten Schlagerstar Olaf Henning den populären Hit „Die Manage ist leer“. Auch mit DJ Ötzi, Wolfgang Petry und David Hasselhoff hat das Studio bereits zusammengearbeitet. Schöler und die Stars, mit denen er zusammengearbeitet hat, wollten lieber im Verborgenen agieren. Da kam es ihnen gerade recht, dass das Studio im Baumschulenweg relativ unscheinbar ist. Henning und Co. wussten die Ruhe und Abgeschiedenheit zu genießen. „Solche Studios wie dieses hier gibt es ja kaum noch“, sagt Steffan. In den Großstädten stehen vor allem riesige Komplexe. Das sei aber gar nicht das, was die Bands unbedingt wollen. „Die Musiker sind von Lüdinghausen total begeistert“, weiß Steffan, „sie gehen hier gerne abends noch etwas essen oder ein Bier trinken.“

Seit 2018 leitet Steffan das Studio nun und ist offen für „alles, was mit Medien zu tun hat“. Mittlerweile habe das Studio unter anderem schon an Sounddesigns für Lichtkunstprojekte, an illuminierten Parkleuchten und Social-Light-Installationen gearbeitet. „Wir haben unfassbar viele Ideen und es sind kaum Grenzen gesetzt“, betont Oebels.