In Lüdinghausen wurden wieder Nester des Eichenprozessionsspinners gefunden. Bereits im letzten Jahr wurden in der Steverstadt mehr als 500 Nester von einem Spezialunternehmen bekämpft. Die stark behaarten Raupen bilden besondere Haare aus, an denen sich kleine Widerhaken befinden, die das Nesselgift Thaumetoporin enthalten. Eigentlich sollen die Härchen die Raupen gegen Fressfeinde schützen. Kommt man mit diesen Haaren in Berührung, kann es bereits nach wenigen Stunden zu allergischen Reaktionen kommen. Neben Hautreaktionen können sich auch Atemwegsreizungen, Schwindelgefühl, Fieber oder eine Bindehautentzündung einstellen. Akute Gefahr herrscht insbesondere von Mai bis September.

Bisher sind etwa 30 Nester des Eichenprozessionsspinners auf dem Gelände des Stadions und auf dem Parkplatz des Hallenbads entdeckt worden. Die Bereiche, in denen sich die Nester in greifbarer Nähe befinden, sind durch laminierte Hinweisschilder markiert. Die Nester werden im Laufe der nächsten fünf bis acht Tage durch eine Fachfirma entfernt. Das städtische Umweltamt überprüft nun weitere Gebiete, insbesondere Schulen und Kindergärten. „Nach einer ersten Einschätzung ist der Befall nicht so drastisch wie im letzten Jahr“, sagte Heinz-Helmut Steenweg, der Umweltbeauftragte der Stadt.

Die Verwaltung nimmt Hinweise von Bürgern bezüglich weiterer Nester an städtischen Eichenbäumen entgegen. Hierzu wenden Sie sich bitte unter 02591/926248 oder steenweg@stadt-luedinghausen.de an Heinz-Helmut Steenweg. Herr Steenweg weist darauf hin, dass Privatleute für ihre eigenen Bäume selbst zuständig sind.