Für Bürgermeister Richard Borgmann ist es ein Vorzeigeobjekt für Lüdinghausen: Landwirt Franz-Josef Krechtmann produziert den Strom für Melkanlage, Kühlgeräte und Fütterungsmaschinen auf seinem Hof selbst. Vor Kurzem hat er seine dritte Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen.

Den Großteil des Stroms verwendet er, um den Eigenbedarf seines Hofs zu decken, den Rest speist er über das virtuelle Kraftwerk der innogy in das öffentliche Stromnetz ein. „Jeder einzelne kann etwas Gutes für die Umwelt und das Klima tun“, findet Krechtmann. „Jeder kann gestalten und seinen eigenen Beitrag leisten.“  Er hat zuerst einen Energiecheck für seinen Betrieb machen lassen, um Einsparmöglichkeiten festzustellen. Mit der innogy hat er anschließend gemeinsam ein Konzept für seinen Hof erstellt.

„Wir nutzen die Morgen- und Abendsonne für unsere Melkanlage“, erklärt Krechtmann. „So stellen wir sicher, dass der produzierte Ökostrom effektiv genutzt wird.“ Besonders interessant sei für ihn auch das Thema der Stromspeicherung. Dies sei aktuell wirtschaftlich noch nicht darstellbar, erklärt Energiemanager Andreas Schniedenharn von der innogy. Für die Zukunft möchte das Unternehmen gern einen virtuellen Speicher schaffen, in dem der Überschuss für Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint, eingespeist werden kann. „Dies befindet sich aber derzeit noch in der Entwicklung“, so Schniedenharn.

Für die innogy ist Krechtmann im Bereich Solar-Strom ein Pionier. „Er hat sich selbst viel Insiderwissen zu dem Thema angeeignet“, erklärt Schniedenharn. „Wir nutzen seinen Betrieb sehr gerne als Referenz, wenn wir mit anderen Kunden ins Gespräch kommen.“

Auch für die Zukunft macht sich Krechtmann gemeinsam mit seinem Sohn Gedanken darüber, wie der Betrieb nachhaltig geführt werden kann. Solche Gedanken und Ideen begrüßt Borgmann außerordentlich. Denn es reiche nicht, lediglich auf andere zu zeigen, sondern es sei nötig, selbst Hand anzulegen. Durch eine unverbindliche Beratung bekomme man oftmals schon erste Wege aufgezeigt, wo man selbst Einsparungen treffen und gleichzeitig etwas Gutes für das Klima tun kann. „Sowohl in der Bundespolitik als auch kommunal tut sich sehr viel in diesem Bereich“, so Borgmann. Ihm sei es wichtig, auf positives Agieren aufmerksam zu machen und das engagierte Handeln Lüdinghauser Bürgerinnen und Bürger lobend zu erwähnen. Viele seien auch in diesem Bereich schon aktiv unterwegs.