Seit vier Jahren ist Jan Salderay Rogalla bei der Freiwilligen Feuerwehr in Olfen aktiv. Als er nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Selm noch nicht recht wusste, was er in Zukunft machen möchte, wurde er auf eine tolle Möglichkeit aufmerksam gemacht. Die Kameraden gaben ihm den Tipp, einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) bei der Feuerwehr in Lüdinghausen zu absolvieren.

„Schon nach einem ersten Gespräch war klar: Das ist der richtige Mann für uns“, sagt der stellvertretende Wehrführer Klaus Hesselmann. Wichtig sei, dass die Freiwilligen schon vorher Berührungspunkte mit der Feuerwehr hatten. Auch das gegenseitige Vertrauen muss stimmen. Die Feuerwehr in Lüdinghausen hat schon Erfahrung in der Ausbildung von Bufdis. Jan Salderay Rogalla ist bereits der fünfte, der die Wehr auf diese Art und Weise unterstützt. Und diese Hilfe ist unglaublich wichtig. „Wir fahren immer mehr Einsätze, da können wir noch ein Paar helfende Hände sehr gut gebrauchen“, betont Hesselmann.

In den ersten Wochen erklären die hauptamtlich in der Feuerwache Lüdinghausen beschäftigten Gerätewarte Mario Mentel und Klaus Hesselmann dem jungen Mann die alltäglichen Abläufe. Danach kann Jan Salderay Rogalla flexibel eingesetzt werden und nahezu überall selbst mithelfen. In der Atemschutzwerkstatt bleibt es allerdings beim Zuschauen. Die Geräte dürfen nur mit speziellem Lehrgang für den Einsatz vorbereitet werden. Die Fahrzeugpflege kann der 18-Jährige aber bereits übernehmen und auch bei Terminen wie Unterweisungen zum Brandschutz dabei sein.

Selbstverständlich gehören auch Einsatzfahrten dazu. So hat der Bufdi, der seinen Dienst Anfang August begonnen hat, bereits geholfen, einen kleinen Waldbrand zu löschen. Während das in Olfen auch zu den Tätigkeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr gehörte, lernt Jan Salderay Rogalla in Lüdinghausen dennoch viel Neues hinzu. „Hier kriege ich einiges mit, was ich in Olfen noch nicht kannte“, sagt er. Dazu gehört vor allem die Einsatzvorbereitung und -nachbereitung.

Sowohl für die Feuerwehr als auch für Jan Salderay Rogalla bedeutet der Freiwilligendienst eine Win-win-Situation. Während die Wehr gerade in der Tagesbereitschaft jede Hilfe gebrauchen kann, hat der 18-Jährige die einzigartige Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und alles mitzubekommen. „Dieses Jahr zur Orientierung brauche ich einfach noch“, sagt er ehrlich. Danach möchte er wahrscheinlich studieren. Aber auch eine hauptamtliche Arbeit bei der Feuerwehr schließt er nicht aus. Die besten Voraussetzungen dafür wird er nach dem Jahr mitbringen.

Derzeit besteht noch in einem weiteren Bereich der Stadt Lüdinghausen die Möglichkeit, einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren. Der Fachbereich Arbeit und Soziales sucht eine Freiwillige oder einen Freiwilligen zur Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen. Interessierte sollten sehr aufgeschlossen und empathisch sein. Weitere Informationen zum Tätigkeitfeld erhalten Sie bei der Fachbereichsleiterin Frau Hattebuer (E-Mail: hattebuer@stadt-luedinghausen.de, Telefonnummer:  02591/926-110), bei organisatorischen Fragen zum Absolvieren des Bundesfreiwilligendienstes bei der Stadt Lüdinghausen steht Frau Lüling vormittags (E-Mail: lueling@stadt-luedinghausen.de, Telefonnummer: 02591/926-193) zur Verfügung.