Die Feuerwehren Olfen und Lüdinghausen möchten ihre bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit in Zukunft noch intensiver praktizieren. Diese Absicht wurde am Freitagmorgen mit der Unterzeichnung einer öffentlichen Vereinbarung der beiden Städte Olfen und Lüdinghausen auch nach außen hin kommuniziert.  

So möchten die Feuerwehren unter anderem in den Bereichen Wartung und Instandhaltung des Atemschutzes, der Reinigung von Schutzkleidung und der Erfüllung der Prüfpflichten für Geräte ihre Kräfte bündeln. Erreicht werden soll dies durch die gemeinsame Einstellung eines hauptamtlich tätigen Gerätewartes.

„Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Wehren wird bei Einsätzen bereits aktiv praktiziert“, sagte Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann. Die Einsätze müssten vorher aber auch organisiert werden. „Es macht Sinn, diese Arbeit in einer größeren Einheit zu stemmen“, findet das Stadtoberhaupt. Die Anforderungen würden immer größer und seien von den Ehrenamtlichen allein kaum noch zu bewerkstelligen. Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann sieht dies ähnlich. „Der Atemschutz gehört zur Grundausstattung, die Leib und Leben sichert“, betonte er. „Dieser Aufgabe sollten wir mit größtmöglicher Professionalität nachkommen.“ Es sei wichtig, dass sich die Ehrenamtlichen hierbei auf die hauptamtlichen Mitarbeiter verlassen können. Die Unterzeichnung der öffentlichen Vereinbarung kennzeichne den „Anfang für noch mehr“.

Die Wartung der Geräte für die beiden ehrenamtlich agierenden Wehren soll zentral in der Hauptwache Lüdinghausen vorgenommen werden. Durch die Vereinbarung ergeben sich noch weitere Synergieeffekte, wie zum Beispiel die gemeinsame Anschaffung von Feuerwehrgeräten. Der neue hauptamtliche Gerätewart wird nach Ausschreibung der Stelle voraussichtlich im Sommer seinen Dienst antreten.

Der stellvertretende Wehrführer in Lüdinghausen, Klaus Hesselmann, und der Wehrführer der Stadt Olfen, Thomas Michels, erklärten übereinstimmend, dass die Feuerwehren Lüdinghausen und Olfen schon seit Jahren freundschaftlich miteinander verbunden seien und sich bereits häufig gegenseitig unterstützen. „Wir sehen durch diese Zusammenarbeit einen riesigen Schritt, um die Ehrenamtlichen zu entlasten“, so Hesselmann und Michels.

Im Anschluss an die Unterzeichnung unternahmen die Vertreter von beiden Städten mit den Vertretern ihrer Feuerwehren einen Rundgang durch die erweiterte und neu gestaltete Feuerwache Lüdinghausen. Der stellvertretende Wehrführer Hesselmann erläuterte die Funktion und Ausstattung der einzelnen Räumlichkeiten. Sendermann zeigte sich beeindruckt. „Die Arbeit in der Feuerwehr macht den Menschen nach wie vor Spaß“, sagte er. „Wir hoffen, dass wir auch weiterhin junge Leute zum Wohle unserer beiden Städte dazu begeistern können, für diese gute Sache aktiv zu sein und ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.“