Viele Bürger fragen sich derzeit, warum noch kein Wasser an den Staustufen der Fischtreppen am Steverwall zu sehen ist. Der Grund ist ganz einfach: Bisher wurden die Fischtreppen noch gar nicht in Betrieb genommen.

An den Bauwerken am Steverwall und an der Sporthalle Hinterm Hagen fehlen noch die Absturzsicherungen und Schutzeinrichtungen. Um den Höhenunterschied zwischen der Mühlenstever am Steverwall und der Vischeringstever an der Sporthalle fischgerecht zu überwinden, wurden die abgestuften Becken entlang des Steverwalls angelegt. Mit Fertigstellung der gesamten Wasserführung wird ein Teil des Wassers der Mühlenstever in den Aufstiegskanal umgeleitet.

Bevor das aber passieren kann, muss zuerst die Durchgängigkeit des Gewässers in der StadtLandschaft fertiggestellt werden. So ist zum Beispiel in der Nähe der Schafsweide noch ein kurzes Grabenteilstück zu öffnen und die vielen kleinen Staustufen in der StadtLandschaft sind höhenmäßig einzustellen. Der Wasserstand wird dabei hinter den Stufen nach und nach angehoben, sodass die Fische auf ihrem Weg von der Vischeringstever durch die StadtLandschaft in die Mühlenstever immer wenige Zentimeter weiter nach oben gelangen. Außerdem muss eine Teilstrecke entlang eines Schilfgürtels noch vertieft und entschlammt werden. Diese Arbeiten können jedoch erst in der ersten Augustwoche ausgeführt werden.

Anschließend kann das Gerinne mit Steverwasser geflutet werden. Die abfließende Wassermenge muss so eingestellt werden, dass die Gräften der Burg Lüdinghausen, der Glockenkolg und das Aufstiegsgewässer mit ausreichend Wasser versorgt werden. Im Gerinne der StadtLandschaft wird eine stetige sauerstoffreiche Strömung vorherrschen. Diese Strömung wird dann von den Fischen erkannt und sie folgen dieser gegen die Fließrichtung.

Durch das Umgehungsgerinne sollen die von Olfen kommenden stromaufwärts schwimmenden Fische die großen Stauwehre in der Ostenstever umgehen können und über die Vischeringstever durch die StadtLandschaft bis zum Steverwall und letztendlich in die Mühlenstever in Richtung Senden geleitet werden.