Die Untersuchung „Vitale Innenstädte“ des IFH Köln hat gezeigt, dass die Besucher Lüdinghausens mit dem gastronomischen Angebot in der Stadt sehr zufrieden sind. In den Befragungen wurde das gastronomische Angebot in Lüdinghausen mit einer Gesamtnote von 2,1 bewertet. Im Ortsgrößendurchschnitt liegt die Note hier bei 2,4.

„In der Innenstadt ist in den letzten Jahren viel passiert“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. „Mittlerweile haben wir einen sehr guten Mix aus gemütlichen Cafés, Eisdielen, urigen Gasthäusern und modernen Gastronomiekonzepten in Lüdinghausen und Seppenrade. Dieses Angebot zieht auch viele Besucher aus der Region in unsere Stadt und in das Rosendorf.“

Die Stadt Lüdinghausen hat die Ergebnisse der Befragung zum Anlass genommen, einige Geschäftsführer und Betreiber nach ihren Plänen für die Zukunft zu fragen. Hubertus Geiping freut sich sehr über die tollen Ergebnisse. „Wir tun alles dafür, um unser Angebot noch weiter zu verbessern“, betont der Geschäftsführer des traditionellen Bäckerunternehmens. Im Bereich Valve / Kreisverkehr Selmer Straße entsteht derzeit ein neues Café, für das bereits Richtfest gefeiert wurde. „Hier wollen wir ein umfangreiches Angebot an der frischen Luft schaffen“, erzählt Geiping. Geipings Eindruck ist, dass die Leute sich viel mehr im Freien aufhalten als früher. Er nennt dies einen „mediterranen Trend“. Für den Outdoor-Bereich sollen auch Liegestühle angeschafft werden, um ein Strandgefühl zu erzeugen und eine Chill-Zone zu errichten. „Das Leben findet draußen statt“, stellt Geiping fest. „Sobald die Temperaturen halbwegs erträglich sind, zieht es unsere Gäste ins Freie.“

Neue Pläne hat auch Markus Scheer, Geschäftsführer des Amadeus. „Ich möchte einen Biergarten mit kleinem Eiscafé auf der Stever entstehen lassen“, sagt er. Er will im Sommer die beiden Flügel der Borgbühne für die Bewirtung nutzen. Sein eigener Innenhof geht nach Osten hinaus, daher will er nun die Sonnenseite nutzen. Mit Sonnenschirmen soll ein sommerliches Flair entstehen, das die Gäste bis 22 Uhr abends genießen können. Das Extrablatt plant laut Betriebsleiter Christian Blazevic, die Außengastronomie eventuell noch weiter zu vergrößern. „Wir wollen auf jeden Fall weiter Gas geben, um die Stadt zu beleben und Leute anzulocken“, so Blazevic. Auch im Mezzomar sitzen die Gäste bei schönem Wetter gerne draußen. „Ich würde die Terrasse gerne noch vergrößern, aber das geht ja nun einmal nicht“, sagt Geschäftsführer Xhevat Bajraktari. An den letzten Wochenenden habe sich das schöne Wetter bereits bemerkbar gemacht. „Dann sind wir schnell gut besucht“, sagt Bajraktari.

Timo Siepe kann die Ostersaison kaum noch abwarten. „Wir haben viele neue Lämmer bekommen“, sagt der Inhaber des historischen Hotels und Restaurants Mutter Siepe. Das Restaurant setzt weiterhin auf regionale Produkte. Es bezieht seine Kartoffeln aus Leversum und hält eine eigene Schafherde. Das Fleisch der Tiere wird nach der Schlachtung von den Betreibern selbst verarbeitet. Siepe freut sich bereits darauf, bald seinen Lammbraten mit Basilikum-Gnocchi servieren zu können.

Borgmann hofft, dass sich das schöne Wetter fortsetzt und die Bürgerinnen und Bürger den Frühling bei angenehmen Temperaturen in der Außengastronomie genießen können.