An der Realschulsporthalle in Lüdinghausen wird derzeit die Fassade energetisch saniert. Aufgabe der neuen Fassade, die eine 15 bis 22 Zentimeter dicke Dämmschicht aufweist, ist es, die Wärmeverluste zu minimieren und den Energieverbrauch zu reduzieren. „Die Energiebilanz des Gebäudes wird durch die Sanierung erheblich verbessert“, sagt Julia Töws, Mitarbeiterin des städtischen Gebäude- und Immobilienmanagements. Laut der Gebäudeanalyse sind über die Hälfte der Wärmeverluste über die Außenwände zu vermerken. Die Dämmung reduziert den Endenergieverbrauch um bis zu 15 Prozent und die CO2-Emissionen um 12 Prozent.

Außerdem ergeben sich durch die Sanierung noch weitere Vorteile. „Die Temperatur kann sich nun besser im Raum verteilen und es fühlt sich behaglicher an“, erklärt Töws. Die höheren Oberflächentemperaturen verhindern die Schimmelbildung. Das Gebäude weist nach der Sanierung einen verbesserten Schallschutz und im Sommer einen besseren Schutz vor Wärme auf.

„Das gesamte Gebäude wird durch die Maßnahme sehr viel umweltfreundlicher“, freut sich Bürgermeister Richard Borgmann auf die Fertigstellung der Arbeiten. Die Maßnahme ist aus der Teilnahme am Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (KEEN) entstanden, dem Lüdinghausen seit 2016 angehört. Zu Beginn des Projekts wurden alle städtischen Gebäude mit ihren Verbräuchen in ein Register aufgenommen, untereinander verglichen und bewertet. Das Planungsbüro, das das Netzwerk fachlich begleitet und berät, hatte zur energetischen Sanierung der Realschulsporthalle eine Fassadendämmung vorgeschlagen.

Die Sporthalle wurde im Jahr 1975 erbaut und die Fassade bestand bisher aus einer einfachen Betonwand. Durch die Sanierung passt die alte Sporthalle auch gestalterisch viel besser in das Gesamtbild mit der Sekundarschule. Die Klinkerarbeiten wurden bereits Ende Dezember ausgeführt. Am oberen Teil des Gebäudes sind großformatige Faserzementplatten in unterschiedlichen Grautönen angebracht worden. Das Architekturbüro Lindner Lohse aus Dortmund hat genau überlegt, wie die Fassade künftig aussehen soll. „Die Realschul-Sporthalle gehört zum Gesicht des gesamten Gebäudekomplexes“, betont Borgmann. „Es war wichtig, dass Alt und Neu zusammenpassen.“

Die Arbeiten befinden sich bereits in den letzten Zügen und werden voraussichtlich bis Ende März abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen rund 490.000 Euro. Die Maßnahme wird nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz NRW mit 316.500 Euro gefördert.