Der Eichenprozessionsspinner ist nach wie vor in aller Munde. Damit die Ausbreitung der gefährlichen Raupen künftig eingedämmt wird, haben die Pfadfinder nun damit begonnen, die Nistkästen für die Blau- und Kohlmeisen zusammenzubauen. Meisen gelten als natürliche Fressfeinde und helfen somit auf schonendem Weg, die Population zu verringern. Die dafür notwendigen Bausätze wurden im Vorfeld durch Schülerinnen und Schüler des Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg vorbereitet.

Borgmann bedankte sich herzlich bei den Mitgliedern für ihren enormen Einsatz: „Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft. Dies ist in unserer heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Für dieses großartige Engagement sind Ihnen die Stadt Lüdinghausen und auch ich persönlich sehr dankbar“, so Borgmann.

Insgesamt sollen so bei diesem ersten Aufschlag etwa 400 Nistkästen entstehen, die die Stadt dann an engagierte Bürgerinnen und Bürger verteilt, welche die Patenschaften für die Pflege der Kästen in einem bestimmten Bereich der Stadt übernehmen. Der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg bestätigte das große Interesse an der Aktion: „Die 400 Kästen sind schon komplett vergeben und die ersten Kästen können zum Ende der Woche verteilt werden.“ Sofern die Anbringung der Nistkästen sich auch messbar auf die Population der Eichenprozessionsspinner auswirkt, ist eine Fortführung des Projektes im nächsten Jahr vorgesehen.