Bürgermeister Richard Borgmann hat nun ein Schreiben des Präsidenten der Cittaslow-Vereinigung in Deutschland, Manfred Dörr, erreicht. Dörr schreibt über die erzwungene Entschleunigung des Handelns in der Coronakrise und macht seinen Mitgliedsstädten Mut, zusammenzustehen und vor allem die älteren und schwächeren Mitbürger in dieser schwierigen Zeit nicht zu vergessen.

Derzeit seien „noch nie erlebte Einschränkungen unserer Freiheit“ hinzunehmen. Dennoch ermutigt Dörr die Mitgliedskommunen, diese Zeit zu nutzen, um schon jetzt darüber nachzudenken, wie wir hoffentlich gestärkt aus der Krise herauskommen können. Ganz besonders bewusst geworden sei er sich nun noch einmal der Ziele des Cittaslow-Leitbildes. „Ich bin fest der Überzeugung, dass wir schon bisher auf dem richtigen Weg waren und dass uns die Cittaslow-Idee, bei der es um Nachhaltigkeit und die Lebensqualität der Menschen geht, auch bei der Bewältigung der Krise in hohem Maße helfen wird“, so Dörr.

Diesen Worten schließt sich Bürgermeister Richard Borgmann an. Beim Cittaslow-Gedanken gehe es darum, aufeinander Acht zu geben und sich immer gegenseitig zu unterstützen. In Lüdinghausen und Seppenrade werde dieser Gedanke schon seit Jahrzehnten aktiv gelebt. „In Krisenzeiten zeigt sich besonders, dass die Menschen bereit sind, füreinander einzustehen und Solidarität zu zeigen“, so Borgmann. Er rät all denjenigen, die aufgrund der getroffenen Einschränkungen mehr Zeit zur Verfügung haben, diese ganz bewusst zu nutzen. „Lesen Sie einmal wieder ein dickes Buch, skypen Sie oder lassen Sie Ihre Gedanken bei einem Spaziergang einfach schweifen“, schlägt Borgmann vor. Familien können sich Zeit nehmen, um gemeinsam zu backen, zu spielen und Pläne für die Zukunft zu schmieden. „Wenn wir unseren Blick nach Italien oder Spanien richten, müssen wir dankbar dafür sein, dass das Virus bei uns bisher noch nicht mit solch einer Wucht eingeschlagen hat“, so das Lüdinghauser Stadtoberhaupt. Abschließend dankt Borgmann allen Bürgerinnen und Bürgern dafür, dass sie sich an die getroffenen Regeln halten. Nach einer gemeinsamen Datenauswertung von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zusammen mit dem Projekt „everyonecounts.de“ seien bis zu 87 Prozent weniger Menschen in der ersten Woche des bundesweiten Kontaktverbots auf den Straßen in NRW unterwegs gewesen.