Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

viele Menschen nehmen den Jahreswechsel zum Anlass, um sich selbst gute Vorsätze zu setzen. Während manche dies belächeln und als bloße Phantasterei abtun, glaube ich fest daran, dass es richtig ist, sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Wichtig für einen Blick nach vorn ist jedoch zuerst ein Blick zurück. Nur so setzen wir uns Ziele, die wir auch wirklich erfüllen können.

Wenn ich den Blick zurück auf das vergangene Jahr richte, freue ich mich sehr über die Entwicklungen in Lüdinghausen und Seppenrade. Im Frühjahr wird ein Projekt abgeschlossen, welches mir sehr am Herzen liegt. Wir werden im neu eröffneten Kino den ersten Film über die Leinwand flimmern sehen. Ein Kino ist ein Ort des Zusammenseins, ein Ort, an dem Familie und Freunde schöne Stunden gemeinsam verbringen werden. Nun haben wir noch einen solchen Ort mehr in Lüdinghausen.

Auch auf die Grundsteinlegung für die Sporthalle für den Schul-, Vereins- und Leistungssport haben viele Beteiligte lange hin gefiebert. Im September war es endlich soweit. Seitdem können wir dem Gebäude nach und nach beim Entstehen zusehen und freuen uns jetzt schon auf die ersten Sportereignisse in dem modernen Komplex. Modern ist auch der MarienCampus. Er strahlt über die Grenzen Lüdinghausens hinaus und steht für ein zukunftsweisendes Gesundheitskonzept. Die ambulante und stationäre Betreuung sind miteinander verzahnt worden und bedeuten für die Patientinnen und Patienten kurze Wege und eine optimale Versorgung.

Eines der Ziele für die kommenden Jahre in Lüdinghausen muss sein, weiterhin eine Stadt für alle Generationen zu bleiben. Junge Familien sollen sich wohlfühlen und sehen, dass Lüdinghausen und Seppenrade viel für sie und ihre Zukunft bereithalten. Der demografische Wandel ist auch in Lüdinghausen bemerkbar. Für unsere Stadt ist es ein Aushängeschild, dass sich Ältere rundum gut versorgt fühlen und Lüdinghausen gern zu ihrem Wohnort machen. Zwischen den Generationen herrscht ein gutes Miteinander, das wir bei unseren vielen Festen und Märkten erleben.

Der Bedarf an Kindergartenplätzen steigt immer weiter an. In den neuen Baugebieten wird der Neubau von Kindergärten daher gleich mitbedacht. Ich freue mich sehr über diese Entwicklung, weil sie zeigt, wie beliebt Lüdinghausen und Seppenrade gerade bei jungen Familien sind. Auch unsere Schullandschaft entwickelt sich weiter. Die umfassende Sanierung und der Teilneubau der Ludgerischule stehen bevor. Im nächsten Jahr wird die Sekundarschule mit der neuen Sporthalle fertig sein. Investitionen in Bildung bleiben die wichtigsten Investitionen in unsere Zukunft.

Für das kommende Jahr ist der dritte Bauabschnitt in unserer schönen Stadtlandschaft  vorgesehen. Schon jetzt nutzen die Bürgerinnen und Bürger die Wege am Wasser und im Grünen vor allem im Frühjahr und Sommer gerne für ausgiebige Spaziergänge und den Besuch der Burgen. Mit der Anlegung einer natürlichen Eisbahn wird die Stadtlandschaft künftig auch im Winter zu einem beliebten Treffpunkt werden. Ein Wasserspielplatz wird besonders unsere jüngsten Mitbürger erfreuen und die Möglichkeit bieten, sich mit der Natur und insbesondere dem Element Wasser spielerisch auseinanderzusetzen. Auch die Umgestaltung der Wolfsschlucht in Seppenrade steht im kommenden Jahr an.

Bedanken möchte ich mich bei allen Ehrenamtlichen, die sich selbstlos für andere und unsere Stadt einsetzen. Ohne diese Menschen wäre unsere Stadt nicht das, was sie ist. Eine von Menschlichkeit getragene Gemeinschaft. Wenn ich mir die vielen Aktivitäten gerade in diesem Jahr hier in unserer Stadt ansehe, dann blicke ich sehr optimistisch ins nächste Jahr.

Der französische Schriftsteller Victor Hugo erklärte einst, dass die Zukunft viele Namen hat: „Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ Ich möchte Sie herzlich dazu auffordern, mutig zu sein und die Zukunft als Chance zu sehen. Zukunft ist nicht etwas, was einfach passiert. Wir selbst werden in ihr leben. Sehen wir es nicht als Zwang, die Zukunft mitgestalten zu können, sondern als Privileg. In diesem Sinne: Setzen wir uns Vorsätze. Für uns, für unsere Familien, für unsere Vereine oder auch für unsere Stadt. Lüdinghausen wird es uns danken.

Ich gehe mit neuem Mut und viel Zuversicht in das neue Jahr und bin sicher, dass wir einiges abschließen und neue Ideen anstoßen werden. Auf diese Arbeit freue ich mich bereits. Nutzen wir die Zeit, um neue Zuversicht zu schöpfen und mit frischem Mut voranzugehen. Nehmen wir etwas mit von der besonderen Stimmung zwischen den Jahren in die Zeit danach. Ein amerikanischer Schriftsteller hat einmal geschrieben: „Der Optimist bleibt an Silvester bis Mitternacht wach, um das neue Jahr zu begrüßen. Der Pessimist bleibt wach, um sicher zu sein, dass das alte Jahr geht.“ Bleiben wir also wach, um das neue Jahr fröhlich zu begrüßen. Gemeinsam mit Rat und Verwaltung der Stadt Lüdinghausen wünschen meine Familie und ich Ihnen ein frohes neues Jahr.

Ihr Bürgermeister
Richard Borgmann