Die Deutsche Bahn und der Bund haben angekündigt, Millionenbeträge zu investieren, um neue Unterführungen und Brücken an Eisenbahnkreuzungen zu bauen. In den kommenden vier Jahren sollen 86 Bahnübergänge, bei denen eine kommunale Straße an einem höhengleichen Bahnübergang einen Schienenweg der Deutschen Bahn kreuzt, mittels Über- oder Unterführungen beseitigt werden. Von den voraussichtlichen Gesamtkosten von 533,9 Millionen Euro wird der Bund voraussichtlich 303 Millionen Euro übernehmen.

Bürgermeister Richard Borgmann begrüßt die geplanten Investitionen sehr. Mit dem Gesetz zur weiteren Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich wurde eine neue Kostenteilung für Maßnahmen an Bahnübergängen mit kommunalen Straßen wirksam. „Die Neuaufteilung der Kosten war ein wichtiger Schritt und wird künftige Maßnahmen für den Bau von Über- und Unterführungen maßgeblich beschleunigen“, betont Borgmann. „Ich hoffe, dass durch diese neue Regelung auch der geplante Halbstundentakt auf der Bahnstrecke Dortmund-Enschede in greifbare Nähe rückt.“ In einem Schreiben an Landesverkehrsminister Hendrik Wüst hat er noch einmal für den vorrangigen Ausbau dieser Strecke geworben. „Wenn alle Instanzen mitzögen, könnte dieser Wunsch der hiesigen Region ab dem Jahr 2025 Realität werden“, so Borgmann. „Bis dahin müssten aber die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.“

Borgmann unterstreicht die Bedeutung der Strecke für die Stadt Lüdinghausen. Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich schon seit langem eine halbstündige Taktung. Auch von Unternehmern wird Borgmann immer wieder auf dieses Thema angesprochen. Eine gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur spiele beim Wettbewerb um Fachkräfte eine immer wichtigere Rolle. „Der Fokus der Verkehrsplanungen darf daher nicht nur auf die Stadt Münster gelegt werden“, findet Borgmann. „Auch das umliegende Münsterland muss stärker betrachtet werden.“