Mit dem Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder und der Bundesregierung, Großveranstaltungen, bei denen eine Rückverfolgung der Teilnehmer nicht umfassend gewährleistet werden kann, bis Ende Oktober 2020 zu untersagen, muss nun leider auch das Stadtfest Lüdinghausen in seiner bekannten Form abgesagt werden.

Das Stadtfest hätte vom 18. bis zum 20. September 2020 stattgefunden. „Vor dem aktuellen Hintergrund müssen wir die Planung eines großen, mehrtägigen Stadtfestes mit weitreichenden finanziellen Verpflichtungen einstellen“, sagt Stefan Wiemann, Geschäftsführer von Lüdinghausen Marketing, „im Besonderen stehen wir natürlich aber auch in der Verantwortung, einen möglichen neuerlichen Ausbruch des Infektionsgeschehen vorzubeugen.“

„So bitter diese Entscheidung ist, schafft sie doch für unsere Stadtfestpartner nunmehr Planungssicherheit“, so Wiemann weiter. Schweren Herzens müssen daher gerade die von vielen Lüdinghausern und Besuchern geliebten Stadtfestbausteine, die einer langfristigen Planung und Festlegung bedürfen, wie die Abendveranstaltungen mit Tanz und Musik, ein umfangreiches Bühnenprogramm mit ehrenamtlicher Beteiligung oder die Versteigerung des Rotary-Club Lüdinghausen abgesagt werden.

Auch der Stadtfestlauf ist von der Absage betroffen. „Gerne hätten wir auch in diesem Jahr Laufsportbegeisterte in Lüdinghausen zusammengebracht“, sagt Tobias Gerwin vom Organisationsteam des SC Union 08, „die hohen Anforderungen an Sicherheitsabstände und Hygienevorschriften für die Teilnehmer und Besucher können bei einem sportlichen Großevent wie dem Stadtfestlauf allerdings nicht ohne Weiteres gewährleistet werden.“ Mit der Absage in diesem Jahr verbinden die ehrenamtlichen Organisatoren die Hoffnung, im nächsten Jahr wieder ein unbeschwertes Sportevent auf die Beine stellen zu können.

Die weitere Entwicklung der Verordnungslage gilt es abzuwarten. Sollte es bei der augenblicklichen Situation bleiben, wäre auch ein angedachter verkaufsoffener Sonntag gemäß Einschätzung des Ordnungsamtes der Stadt Lüdinghausen nicht durchführbar. Die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld sind allerdings bemüht, über den Landesgesetzgeber eine Möglichkeit zu schaffen, zumindest verkaufsoffene Sonntage während der weiteren Corona-Beschränkungen durchführen zu können.

„Wir möchten das machen, was unter den dann geltenden Auflagen möglich ist“, hofft Wiemann darüber hinaus einzelne Programmpunkte wie den Büchermarkt am 19.09.2020, für den das Anmeldeverfahren seit dem Frühjahr läuft, durchführen zu können. Über den Stand der diesbezüglichen weiteren Planungen wird zu gegebener Zeit weiter informiert.