Ein wichtiger Schritt für eine bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr ist getan. Die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) beabsichtigt, ab Sommer 2020 die ExpressBus-Linie X 90, die Olfen, Lüdinghausen, Senden und Münster miteinander verbindet, einzurichten. Bürgermeister Richard Borgmann freut sich außerordentlich über diese Entscheidung.

Die X90 ist durch eine direktere Linienführung mit Bedienung weniger zentraler Haltestellen gekennzeichnet. Die Fahrzeit wird deutlich verkürzt und das Fahrangebot ausgeweitet. „Wir hoffen, dass dies Anreize schafft, um vom Auto auf den Schnellbus umzusteigen“, macht Borgmann deutlich. Für das zusätzliche Angebot ist der Einsatz von vier weiteren Schnellbussen erforderlich.

Eine weitere wichtige Baustelle im Bereich öffentlicher Nahverkehr bildet die Schnellbuslinie südliches Münsterland. „Hier können wir leider noch nicht so zuversichtlich sein“, drückt das Lüdinghauser Stadtoberhaupt sein Bedauern aus. Gewünscht ist eine durchgängige Verbindung zwischen Drensteinfurt, Ascheberg, Lüdinghausen und Haltern am See. Der Kreis Warendorf hat sich nun gegen diese Verbindung ausgesprochen. „Hierfür haben wir keinerlei Verständnis“, sagt Borgmann. „Wie kann man so eine großartige Chance nicht ergreifen? Die riesigen Potentiale, die eine solche Linie bieten würde, liegen auf der Hand.“ Es müsse eine Herzensangelegenheit der Kreise und Kommunen sein, so viele Menschen wie möglich dazu zu bewegen, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Dies lasse sich aber nur mit einem attraktiven Angebot realisieren.

Mit der Einrichtung von gleich zwei Schnellbuslinien wäre Lüdinghausen das Drehkreuz von zwei Linien im südlichen Münsterland. „Es ist mir unbegreiflich, wie in der heutigen Zeit die Notwendigkeit des ÖPNV-Ausbaus verkannt werden kann“, sagt Borgmann. Er hofft nun, dass sich der Kreis Warendorf seine Entscheidung noch einmal anders überlegt und dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einer besseren Erreichbarkeit der Kommunen untereinander nachkommt.