Im vergangenen Monat ereigneten sich in Niedersachsen und Hessen zwei schwerwiegende Beißvorfälle durch Kampfhunde, bei denen drei Menschen zu Tode kamen. Auch in den Jahren zuvor kam es in anderen Bundesländern vereinzelt zu tödlichen Beißvorfällen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat es in den vergangenen Jahren hingegen keine Beißvorfälle mit tödlichen Folgen gegeben. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW sieht den Grund hierfür im Landeshundegesetz, das von den Kommunen umgesetzt wird.

In einem Schreiben dankt das Ministerium den Kommunen in NRW für den verantwortungs-vollen Vollzug des Landeshundegesetzes NRW. In dem Schreiben wird von einem „täglichen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung unseres Landes“ gesprochen, den die Mitarbeiter der Behörden leisten. Durch das Landeshundegesetz NRW ist die Zahl der gefährlichen Hunde seit 2003 um mehr als ein Drittel gesunken. Der Umstand, dass in den nordrhein-westfälischen Kommunen nach wie vor gefährliche Hunderassen registriert sind, ist vor allem auf die in einigen anderen Bundesländern nach wie vor erlaubte Zucht und den Handel mit diesen Tieren zurückzuführen.

Die Stadtverwaltung Lüdinghausen setzt sich entschieden dafür ein, den Bestand an Kampfhunden in der Stadt weitestgehend gering zu halten. Aus diesem Grund wird eine höhere Steuer für gefährliche Hunde erhoben. Außerdem steht die Stadt mit den Kolleginnen und Kollegen im Veterinäramt im steten Austausch, um etwaige problematische Hundehaltungen zu besprechen und diesen vorzubeugen.