Angesichts der Coronakrise rechnen die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld mit drastischen Steuerausfällen. Schon jetzt gehen in den Verwaltungen Anträge auf Stundungen und Herabsetzungen der Gewerbesteuer ein. Auch Anteile der Einkommen- und Umsatzsteuer fallen weg. Die hiesigen Städte und Gemeinden leisten alles, was möglich ist, um die wirtschaftlichen Folgewirkungen der Coronapandemie zu dämpfen. Daher fordert Bürgermeistersprecher Richard Borgmann gemeinsam mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen Bund und Land dazu auf, auch für die Kommunen einen Schutzschirm aufzuspannen. Denn die Coronapandemie wird die Haushaltsnotlage vieler Städte und Gemeinden noch verstärken, sowohl aufgrund steigender Ausgaben als auch sinkender Einnahmen aus Steuern und Gebühren.

„Ein solcher Schutzschirm ist unbedingt notwendig, damit die Städte und Gemeinden funktionsfähig bleiben können“, so Borgmann. „Zahlreiche Leistungen stehen ansonsten auf der Kippe. Das betrifft zum Beispiel soziale Hilfen oder Förderprogramme für die Wirtschaft.“ Die Kommunen im Kreis Coesfeld weisen darauf hin, dass Bund und Länder in der Krise auf die Ausnahmebestimmungen der Schuldenbremse zurückgreifen können. Ein vergleichbares Instrument gibt es für Kommunen nicht. Sie sind daher auf die umfassende Unterstützung von Bund und Land angewiesen. „Selbstverständlich stehen die Hilfen für die Wirtschaft an erster Stelle“, betont Borgmann. „Trotzdem dürfen die Kommunen nicht vergessen werden, denn letztlich würde eine Verschlechterung der Situation vor Ort immer zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen.“