Die bislang einzige Cittaslow-Stadt in Nordrhein-Westfalen, Lüdinghausen, ist vor Kurzem bei der Übertragung der Tour de France im Fernsehen ausführlich genannt worden. Darauf aufmerksam gemacht wurde die Stadt Lüdinghausen durch die E-Mail der Lüdinghauserin Yvonne Schmitzer, die erklärt, dass sie ganz verblüfft gewesen sei, den Namen der Stadt bei der Übertragung zu hören.

Der Sport-Kommentator sprach über das Thema, weil die Stadt St. Antonin, an der die Tour-de-France-Teilnehmer vorbeikamen, ebenfalls zu der internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte gehört. Der Kommentator der ARD erklärte, dass die Cittaslow-Idee ursprünglich aus Italien stammt und das Ziel verfolgt, das Besondere an jeder Stadt herauszuarbeiten. Mittlerweile gehören bereits 269 Städte in 30 Ländern zu dem Netzwerk und das Interesse daran wächst weiter.

Schmitzer schreibt in ihrer E-Mail: „Lüdinghausen ist wohl so bekannt, dass die Stadt während der Tour de France erwähnt wurde.“ Dies habe ihr ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und sie habe sich direkt weiter über die Cittaslow-Vereinigung informiert, die ihr bis dahin unbekannt war. Auch bei den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum des ADFC in Lüdinghausen wurde Bürgermeister Richard Borgmann auf die Übertragung angesprochen und der Stadt für ihre Erwähnung bei der Tour de France gratuliert.

Borgmann möchte auf diesem Wege betonen, wie wichtig es ihm ist, das Konzept „Cittaslow“ in Lüdinghausen noch erlebbarer und die Idee des Netzwerks bekannter zu machen. Im nächsten Frühjahr wird die Tagung der Cittaslow-Mitgliedsstädte Deutschlands daher in Lüdinghausen stattfinden. Besonders wichtig ist Borgmann, dass der Bürger die Stärkung der kleinstädtischen Identität in seinem Alltag bemerkt und genießen kann. „Wir sind hierbei auf einem guten Weg, aber eine Stadt kann immer noch besser werden“, stellt er mit Blick auf die künftigen Stadtentwicklungs-Projekte fest.

Zum Gesicht der Stadt Lüdinghausen und Leitbild der Cittaslow-Kultur gehören unter anderem die vielen inhabergeführten Einzelhandelsgeschäfte, die Umwelt, ihre kulturelle Vielfalt, die Schaffung von Ruhe-Oasen wie der StadtLandschaft im Zentrum der Stadt, die ausgeprägte lokale Veranstaltungskultur und vieles mehr, was die Stadt so einmalig macht. Ganz zu schweigen von der Kreativität vieler Bürgerinnen und Bürger der Stadt.