Die Zahl der Gästeübernachtungen in Lüdinghausen hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Dies hat das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen, IT.NRW, ermittelt. Haben im Jahr 2017 noch 21.180 Gäste in Lüdinghausen übernachtet, waren es im letzten Jahr schon 29.001. Dies entspricht einem Zuwachs von 36,9 Prozent.

Über diese Zahlen freut sich Bürgermeister Richard Borgmann sehr. „Dies zeigt, dass wir in Lüdinghausen auf dem richtigen Weg sind“, ist er überzeugt. Er führt das gute Ergebnis unter anderem auf die Entwicklungen durch die Regionale-Projekte zurück. Unter anderem habe sich die Burg Vischering zu einem touristischen Highlight entwickelt, von dem nicht nur die Stadt Lüdinghausen, sondern die gesamte Region profitiert. Mit der „WasserBurgenWelt“ habe man etwas Einmaliges geschaffen, das es in dieser Form nicht noch einmal gibt. „Das Rosendorf Seppenrade und die Altstadt von Lüdinghausen haben sich als „Kleinode“ entwickelt, um die uns viele beneiden“, sagt Borgmann.

Was bei der Betrachtung der Zahlen besonders auffällt, ist der starke Anstieg von Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Im Jahr 2017 haben 861 ausländische Gäste in Lüdinghausen übernachtet. Im vergangenen Jahr waren es 4754. Diese Entwicklung kann auch Mene Uhlenkott vom Hotel zur Post bestätigen. Schon seit einigen Jahren kommen viele Holländer nach Lüdinghausen. „Wir hatten in letzter Zeit aber auch japanische und US-amerikanische Gäste“, sagt sie. Der Grund liegt für sie auf der Hand: „Die schauen sich gerne Burgen an und da ist hier ja mit der Renovierung der Burg Vischering einiges passiert.“

Auch im Steverbett Hotel übernachten Gäste aus vielen verschiedenen Ländern. Die große Zahl an Niederländern und Belgiern fällt aber besonders auf. „Sie mögen es, wenn sie nicht weit fahren müssen und dann auch noch ihren Drahtesel mitbringen können“, erklärt Geschäftsführer Markus Stollmeier. Gelegenheiten zum Radfahren biete Lüdinghausen und Umgebung schließlich genug.

Die Bettenkapazität wird sich in Zukunft mit dem Hotel-Anbau an der Gaststätte „Naundrups Hof“ in Seppenrade und der Erweiterung des Hotels No. 11 noch weiter erhöhen. „Hier wird sich noch einiges tun“, sagt Borgmann. Er freue sich darüber, dass dann noch mehr Besuchern die Gelegenheit gegeben wird, Lüdinghausen und das umliegende Münsterland zu entdecken. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall groß“, stellt er fest.