Viele Zuschauer interessierten sich gestern für die Talkrunde zu den aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie und stellten den Experten ihre Fragen. Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen und zuständiger Minister des Landes NRW zur Bekämpfung der Pandemie, Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit des Westmünsterlands und zuständig für die Arbeitsbezirke Coesfeld und Borken, Andreas Kramer, Chefredakteur von Radio Kiepenkerl, der als Betroffener über seine persönlich erfahrene Corona-Erkrankung sprach, und Bürgermeister Richard Borgmann in seiner Funktion als Sprecher der Städte und Gemeinden des Kreises Coesfeld beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger live. Philipp Böckmann, Redakteur bei Radio Kiepenkerl, moderierte die Gesprächsrunde.

Fragen zum aktuell geltenden Kontaktverbot und zur Maskenpflicht, zur Kurzarbeit und den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise dominierten den Abend. Karl-Josef Laumann betonte, dass die Situation auch für die Politik völlig neu sei und Entscheidungen schnell getroffen und umgesetzt werden müssen. Richard Borgmann erklärte, dass die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld mit der Arbeit von Bund und Land derzeit sehr zufrieden seien. „Es ist wichtig, dass die Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und vor Ort umsetzbar sind“, sagte er. Dies sei jedoch insbesondere bei der 800-Quadratmeter-Regelung nicht der Fall gewesen, weshalb hier vom Land nachgebessert werden musste. „Auch stelle sich bei der derzeit herrschenden Corona-Krise die große Bedeutung der Krankenhäuser in der hiesigen Region als auch die gute Betreuung durch die Ärzteschaft in dieser schwierigen Zeit heraus“, betonte er.

Andreas Kramer berichtete von seiner Corona-Erkrankung, die ihm großen Respekt vor dem Virus eingeflößt hat. Außerdem machte er besonders auf die belastende Situation von Familien mit kleinen Kindern aufmerksam. Er wünschte sich, dass die Landesregierung diese besonders in den Fokus nimmt. Laumann versprach, dass das Thema im nächsten Gespräch zwischen Bund und Ländern eine große Rolle spielen werde.

Johann Meiners unterstrich, dass die Agentur für Arbeit durch das Virus vor neue Herausforderungen gestellt worden sei und berichtete vom Arbeitsalltag seiner Mitarbeiter. Die Anträge und Anfragen würden so schnell es geht bearbeitet.
Im Laufe der Sendung nutzten immer mehr Zuschauer die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ein großer Dank geht wieder an das Unternehmen MP Veranstaltungstechnik aus Dülmen, das diese aktuelle Fragestunde im „Projekt Wohnzimmer“ ermöglicht hat. „Wir haben uns sehr über das große Interesse der Bürgerschaft gefreut“, erklärte Borgmann. „Die Menschen sind mit ihren Fragen nicht allein, viele beschäftigen derzeit die gleichen Probleme. Sie sollen sich nicht scheuen, diese Fragen auch zu stellen.“

Wer keine Gelegenheit zum Zuschauen hatte, kann sich das Video unter diesem Link auch jetzt noch ansehen.