Überfüllte Parkplätze. Verstopfte Straßen. Autos im Parkverbot. Und alles in allem keine gute Klimabilanz. Viele größere Veranstaltungen im ländlichen Raum leiden unter demselben Thema. Denn wenn Stadtfeste, verkaufsoffene Sonntage oder andere Events anstehen, kommen die meisten Besucher mit dem eigenen Auto. Dass es auch anders gehen kann, wollen jetzt viele Partner am Sonntag, 15. September beweisen. Dann steht nicht nur das Finale des Lüdinghauser Stadtfestes mit einem verkaufsoffenen Sonntag an, sondern auch noch mit „Kunst im Park“ eine große Open-Air-Ausstellung zwischen den Burgen Vischering und Lüdinghausen.

Um die alternative Anreise mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wird zum einen das Angebot erheblich aufgestockt. „Auf der SchnellBus-Linie S90 Münster – Senden – Lüdinghausen werden wir das Angebot verdoppeln und stündlich fahren“, kündigt Michael Klüppels, Leiter des RVM-Verkehrsmanagements an. Außerdem sei auf der Linie S91 Datteln – Olfen – Seppenrade – Lüdinghausen an diesem Tag ein SchnellBus ohne Voranmeldung statt des üblichen TaxiBusses unterwegs.  Dafür, dass Bahnfahrgäste auch bequem zu den Veranstaltungen im Lüdinghauser Zentrum kommen können, sorgt der Lüdinghauser BürgerBus-Verein. „Wir fahren stündlich mit unserem BürgerBus zwischen dem abseits gelegenen Bahnhof, dem Burgengelände und der Innenstadt“, so Prof. Norbert Lütke-Entrup, Vorsitzendes des BürgerBus-Vereins. So können alle Zugfahrgäste kostenlos in die Innenstadt und wieder zurück chauffiert werden. Wer lieber per pedes in die Stadt gehen möchte – für den hat die Stadt Lüdinghausen extra den besten Fußweg ausgeschildert. Außerdem werden für Sonntag die verschiedenen Radrouten nach Lüdinghausen intensiv beworben.

„Das passt sehr gut in die Klimaschutzwoche des Kreises Coesfeld“, freut sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr über die gemeinsame Aktion. Schließlich sei der Verkehr gerade im ländlichen Raum besonders klimabelastend. Daher solle der Tag keine Eintagsfliege bleiben. Mit einem eigenen Faltblatt wirbt der Kreis Coesfeld jetzt auch grundsätzlich für die umweltfreundliche Anreise zur Burg Vischering. Dass diese Aktion auch Vorbildcharakter für die gesamte Region haben soll, betont Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann: „Hier gibt es sich noch viel zu tun.“

Initiiert hat den Aktionstag auch das Zukunftsnetz Mobilität NRW, dem auch der Kreis Coesfeld und die Stadt Lüdinghausen angehören. Mathis Perkert, Leiter der Koordinierungsstelle Westfalen des Zukunftsnetzes, freut sich, dass dieser Tag auch perfekt in die derzeit stattfindende Europäische Mobilitätswoche passt. „Ein solcher Aktionstag wird auch zum Bewusstseinswandel beitragen“, betont er. Schließlich sei das die Voraussetzung für die den notwendigen Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Mobilität.

Diese Pressemitteilung wurde durch den Kreis Coesfeld herausgegeben.