Gleich in einem Stück wurde sie angeliefert. Die neue Brücke am St.-Antonius-Gymnasium ist zwölf Meter lang, drei Meter breit und insgesamt acht Tonnen schwer. Zum Transport passte sie auf einen Tieflader. Die Stahlkonstruktion mit rutschfesten Holzbohlen wurde am Mittwoch gegenüber den Radabstellmöglichkeiten des Gymnasiums eingesetzt.

Der Brückenüberbau wurde in den letzten acht Wochen in der Werkhalle der Firma Schmees & Lühn gefertigt. Hierzu mussten zuerst die Brückenhauptträger vorgebogen werden, um den gewünschten Überbogen herzustellen. Anschließend wurden die einzelnen Stahlbauteile zusammengesetzt, verschweißt, gereinigt und feuerverzinkt. „Das Verzinken und dreifache Beschichten ergibt einen optimalen Korrosionsschutz, weil die deckende Schicht alle Bauteile umschließt“, erklärt Tobias Strotmann von der Ingenieurgesellschaft Thomas und Bökamp aus Münster. Anschließend wurden die Stahlseile zwischen den Geländerpfosten eingezogen und die Holzbohlen aufgeschraubt.

Die alte Brücke aus Fichtenholz war bereits 28 Jahre alt und musste erneuert werden. Die vorhandenen verklinkerten Widerlager der alten Brücke konnten erhalten bleiben. Der neue Überbau wurde so konstruiert, dass der Einbau an den alten Auflagerpunkten erfolgen konnte. Die Arbeiten wurden bereits mit Auftragsvergabe in die Ferien gelegt, sodass die Schülerinnen und Schüler die neue Brücke gleich zu Beginn des neuen Schuljahres nutzen können.