Das Ausstellungsjahr 2018 in der Burg Lüdinghausen war äußerst erfolgreich. Über 10.000 kunstinteressierte Besucher konnte das Kunst-Team des Kulturforums KAKTuS Lüdinghausen e. V. begrüßen. Eine solche rege Ausstellungsarbeit über Jahre hinterlässt ihre Spuren. Die beweglichen Zwischenelemente und Podeste schimmerten schon seit längerer Zeit leicht angegraut und zeigten sich ein wenig ramponiert. In intensiv angelegter Eigenarbeit wurden sie neu gestrichen, sodass für das Ausstellungsjahr 2019 alles wieder blitzblank ist und sie auf neue, spannende Bilder und Objekte warten, die alle käuflich erworben werden können.

Das erste Quartal 2019 ist für Ausstellungen in eigener Sache vorbehalten: An zwei Wochenenden im Februar wird die Jugendkunstschule im KAKTuS ihre Arbeiten präsentieren. Damit soll den ganz jungen „Künstlern“ eine repräsentative Bühne gegeben werden ihre kreativen Arbeiten einem „großen Publikum“ vorzustellen. Es folgt im März eine Ausstellung der beiden Künstlerinnen Anja Helfen und Alexa Engelkamp, die beide seit Jahren an der Kunstschule als Dozentinnen unterrichten.

Die erste große Einzelausstellung (14. April - 10. Juni 2019) stellt den 1977 in Kassel geborenen Künstler Franz Ulrich Göttlicher vor. Die Ausstellung hat den zunächst etwas irritierenden Titel „Die unerträgliche Farbigkeit des Seins“, der sich aber beim Betrachten der Bilder erschließt. Gezeigt wird neue, farbintensive Öllmalerei des Meisterschülers von Professor Hermann-Josef Kuhna. Göttlicher, der mit seinen außergewöhnlichen Bildern Geschichten erzählt, lebt als freischaffender Künstler in Berlin.

Vom 30. Juni bis zum 1. September 2019 wird als Retrospektive die Ausstellung „Minnesänger der Farben – George Ștefănescu-Râmnic (1914–2007)“ gezeigt, die bereits 2014 in der Nationalbank Rumäniens zu sehen war. Vorgestellt werden u. a. Theaterszenen, Porträts, Landschaften und Abstraktes des bekannten rumänischen Künstlers. Er war Mitglied der Union der bildenden Künstler und des Kunstverbands Rumänien. Bis 1989 malte er in seinem Bukarester Studio. Seine Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu sehen. 1989 zog er nach Lüdinghausen. Hier verstarb er am 29. Oktober 2007 im Alter von 93 Jahren. Das monografische Kunstalbum für Malerei, Grafik und Bühnengestaltung „Stille Schönheit“ begleitet die Ausstellung.

Seherfahrungen ganz anderer Art macht der kunstinteressierte Besucher in der Ausstellung der Münsteraner Künstlerin Christine Westenberger (08.September - 13.Oktober 2019). Westenberger, in ihrer Ausbildung an der Kunstakademie in Münster Studentin bei Michael van Ofen, beschäftigt sich in ihrer Malerei mit Fragmenten, mit dem zeitlichen Prozess, der die Dinge verändert. Starke Pinselstriche, mal blockhaft, mal locker, bilden das Gerüst für ihre beeindruckenden großformatigen Arbeiten. Es sind rudimentäre Strukturen, die sie zu einer neuen Realität zusammenfügt.

Als letzte Ausstellung des Jahres darf die traditionelle BurgArt nicht fehlen (01. November -18. Dezember 2019). KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen der bildenden Kunst offerieren ihre Exponate. Viele Künstler aus dem näheren und weiteren Umfeld bewerben sich für diese Ausstellung in der Burg Lüdinghausen. Um jedem Künstler genug Raum zur Verfügung zu stellen, können jedoch nicht mehr als 6-8 Künstler teilnehmen. Die Auswahl der Künstler erfordert immer wieder viel Feingefühl, denn niemand bekommt gern eine Absage.