Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat in den vergangenen Monaten mit Unterstützung der Kommunen aus NRW einen Leitfaden zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner entwickelt. Im März hat zu diesem Thema eine Veranstaltung mit Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen stattgefunden.

Nun ist der Leitfaden erschienen und gibt Hinweise zur Überwachung, Bekämpfung und Beseitigung des Eichenprozessionsspinners. Der Praxisleitfaden richtet sich an die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, ist aber auch für Bürgerinnen und Bürger interessant. Sie können sich den Leitfaden hier herunterladen, in dem unter anderem die gesundheitlichen Risiken, der Umgang mit einem akuten Befall und Möglichkeiten der Beseitigung und Bekämpfung erläutert werden.

Initiativ haben sich die Städte und Gemeinden des Kreises Coesfeld an das Land NRW gewandt und um Hinweise gebeten, wie mit der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners umzugehen sei und welche Mittel zur Bekämpfung eingesetzt werden sollten. Bürgermeistersprecher Richard Borgmann freut sich nun darüber, dass der Leitfaden unter Mitwirkung der Kommunen aus ganz NRW entstanden ist. Gleichwohl weist er darauf hin, wie wichtig auch weiterhin ein gemeinsamer Austausch über kommunale Grenzen hinweg und mit dem Umweltministerium bleibt. „Wir müssen das Problem gemeinsam angehen und Maßnahmenpakete zur Bekämpfung schaffen“, betont Borgmann.

In Lüdinghausen sind bereits Fachfirmen damit beauftragt, die Nester zu entfernen. Die Stadt hat für den Bauhof ein Heißwassergerät angeschafft, mit dem die Beschäftigten die Bäume in einer Höhe bis zu vier Metern selbst bearbeiten können. Bei der Bekämpfung werden die Bäume priorisiert und nach Dringlichkeit vorgegangen. Zuerst werden Bäume an Schulen, Kindergärten, Spiel- und Bolzplätzen bearbeitet, anschließend Bäume an stark genutzten innerstädtischen Straßen, Wegen und Plätzen und an Friedhöfen und dann Straßenbäume in Wohngebieten. Bäume in öffentlichen Grünanlagen und Straßen beziehungsweise Wege im Außenbereich bilden die letzte Priorität. Die Stadt Lüdinghausen bittet um Verständnis für dieses Vorgehen und weist darüber hinaus noch einmal darauf hin, dass Privatleute für ihre Bäume selbst zuständig sind. Der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg rät, die Nester durch Fachfirmen entfernen zu lassen.

Die Verwaltung nimmt Hinweise von Bürgern bezüglich weiterer Nester an städtischen Eichenbäumen entgegen. Hierzu wenden Sie sich bitte unter der Nummer 02591 / 926248 oder per Mail unter steenweg@stadt-luedinghausen.de an Heinz-Helmut Steenweg.