Die Wiesen in der StadtLandschaft sind nun belebt. Seit Dienstag fressen Schafe der Familie Siepe aus Seppenrade dort das hohe Gras. Die Tiere sollen einen Großteil des Jahres auf der Weide stehen und werden wahrscheinlich bis zum Winter dort sein. Sollte es Frost geben oder sollten die Tiere dort nichts mehr zu fressen finden, werden sie an anderer Stelle untergebracht.

Der Vorteil der Beweidung mit Tieren besteht nicht nur darin, dass die Weide auf natürliche Art und Weise gepflegt wird. „Durch die permanente Beweidung werden der Weide insgesamt Nährstoffe entzogen und sie wird ökologisch wertvoller genutzt“, erklärt der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg. „Die Tiere ziehen Insekten und andere Organismen an und somit wird die Artenvielfalt auf der Wiese größer.“

Bürgermeister Richard Borgmann freut sich sehr über die neuen Bewohner. „Mit den Tieren wird die StadtLandschaft noch viel interessanter“, findet das Stadtoberhaupt. Er hofft, dass nun noch mehr Besucher, vor allem Familien mit Kindern, angezogen werden. „Welche Stadt kann schon von sich behaupten, in der Nähe ihres Zentrums Weidetiere halten zu können?“, sagt Borgmann. „Hiermit erfüllen wir den „Citta-Slow“-Gedanken in einer ganz besonderen Form.“

Auch auf die andere Weidefläche werden Tiere einziehen. Hier werden demnächst Rinder vom Hof Volle aus der Bauerschaft Ondrup stehen. Dies ist allerdings erst möglich, wenn es geregnet hat und die Weide wieder genügend frisches Gras bietet.