Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalen lässt es sich nicht nehmen, Vertreter aller Kommunen des Landes NRW nach Lüdinghausen einzuladen. Grund dieser Einladung ist das in den letzten Jahren verstärkte Aufkommen des Eichenprozessionsspinners, das den Städten und Gemeinden mittlerweile große Probleme bereitet.

Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, den 4. März, im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen statt. Das Land hat einen Praxisleitfaden zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner erstellt, den es bei dieser Veranstaltung präsentieren und diskutieren möchte.  

Initiativ haben sich die Städte und Gemeinden des Kreises Coesfeld an das Land NRW gewandt und um Hinweise gebeten, wie mit der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners umzugehen sei und welche Mittel zur Bekämpfung eingesetzt werden sollten. „Das Problem betrifft schließlich alle Kommunen in NRW, die damit nicht allein gelassen werden sollten. Der Eichenprozessionsspinner kennt keine Stadtgrenzen“, so  Bürgermeister Richard Borgmann. Er war gemeinsam mit dem städtischen Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg bereits wiederholt beim Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann aus dem Umweltministerium zu Gast, um über das Problem zu beraten. Beim letzten Besuch entstand die Idee zu dieser großen und einzigartigen Informationsveranstaltung.

In dem Leitfaden werden verschiedene Möglichkeiten der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgestellt, der Umgang mit einem akuten Befall und gesundheitliche Risiken erläutert und weitere allgemeine Informationen gegeben. Bei der Informationsveranstaltung am Mittwochvormittag werden kurze Fachvorträge gehalten und es bleibt ebenso Raum für Diskussionen und Nachfragen. Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann wird die Gäste persönlich begrüßen.

„Uns war es von Anfang an wichtig, das große Ganze hinsichtlich dieses Problems im Blick zu behalten“, so Borgmann. „Ich hoffe, dass wir nun Maßnahmenpakete entwickeln können, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners insgesamt zu stoppen.“ Es sei besser, zusammenzuarbeiten, als dass jede Kommune und jeder Kreis einzeln über Handlungsmöglichkeiten nachdenkt. „Nur gemeinsam werden wir der durch den Eichenprozessionsspinner geschaffenen Problemlage begegnen können“, sagt Borgmann. „Wenn nicht heute, so doch morgen.“