Lassen sich Carsharing-Angebote in kleineren Städten umsetzen? Was kann die Stadtverwaltung für eine nachhaltige Mobilität der Mitarbeiter leisten? Und wie sieht ein sicherer Schulweg für die Jüngsten der Stadt aus? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das vom Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen initiierte Zukunftsnetz Mobilität NRW. Dieses unterstützt Kommunen dabei, neue Wege zu lebenswerten Städten zu gehen und eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum zu sichern.

„Die Stadt Lüdinghausen ist eine Bereicherung für unsere Netzwerkarbeit“, so Mathis Perkert, Leiter der Koordinierungsstelle Westfalen, „Bei unseren Gesprächen mit der Verwaltung haben wir viel Kreatives erfahren und motivierte Mitarbeiter kennengelernt. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW sieht spannende Projekte in der Stadt, die wir aktiv unterstützen werden. Anderseits können weitere Mitgliedskommunen von der Pionierarbeit profitieren.“

Als Mitglied des Zukunftsnetzes Mobilität NRW steht den Mitarbeitern der Stadt Lüdinghausen ab sofort ein breites Angebot an Lehrgängen, Vorträgen oder Netzwerktreffen sowie eine individuelle Beratung seitens der Koordinierungsstelle Westfalen zur Verfügung. Bürgermeister Richard Borgmann sieht die Vorteile der Mitgliedschaft: „Mobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Lebensqualität in einer Stadt. Deshalb freuen wir uns, mithilfe des Netzwerks die Weichen für zukunftsfähige Mobilitätskonzepte in Lüdinghausen zu stellen.“

In Zukunft werde man sich gemeinsam mit dem Team des Zukunftsnetzes Mobilität NRW weiteren Aufgaben stellen, denkbar seien beispielsweise Angebote zur Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger und die Entwicklung von Mobilstationen in der Stadt. Durch einen intelligenten Mix an Angeboten könne etwa die Anbindung von Bahnhof und Innenstadt wie auch die Erreichbarkeit der Burgen verbessert werden. „Mit dem starken Rückgrat der SchnellBus-Verbindung nach Münster und Datteln und deren Vernetzung mit dem Rad oder einem Carsharing-Angebot sieht das Zukunftsnetz viel Potenzial in der Steverstadt, das man gemeinsam realisieren möchte“, so Borgmann.

Weitere Informationen unter www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de

Die Koordinierungsstelle Westfalen ist eine von vier regionalen Koordinierungsstellen des Zukunftsnetzes Mobilität NRW. Sie hat ihren Sitz in Münster bei der Westfälischen Verkehrsgesellschaft mbH, der Servicegesellschaft der RVM Regionalverkehr Münsterland GmbH. Sie bietet den Kommunen Beratung, Vernetzung und Qualifizierung bei der Umsetzung eines integrierten Mobilitätsansatzes. Dazu zählen insbesondere ein kommunales Mobilitätsmanagement, die Vernetzung der Verkehrsträger und die Stärkung der Verkehrssicherheit. Die Mitgliedschaft im Zukunftsnetz Mobilität NRW ist für die Kommunen kostenlos.

Insgesamt 166 Kommunen Nordrhein-Westfalens sind bereits Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW, 34 davon in Westfalen.