Bei Wildschweinen in Belgien wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen, etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Pest ist eine meist tödlich verlaufende Erkrankung unter Wild- und Hausschweinen, die von Viren ausgelöst wird. Menschen oder andere Tiere können daran aber nicht erkranken.

Die Stadtverwaltung Lüdinghausen hängt in dieser Woche im Bereich der Burg Vischering und am Klutenseebad Merkblätter auf, um Wanderer und Pilzsammler auf die Erkrankung hinzuweisen. Da Unachtsamkeit von Menschen als Hauptübertragungsquelle der Pest gilt, wird an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, keine Lebensmittelreste in freier Natur oder in offenen, leicht zugänglichen Mülleimern zu entsorgen. Die Schweine können sich über direkten Kontakt oder über Körperflüssigkeiten, infizierte Gegenstände oder Lebensmittel aus infizierten Schweinen anstecken.

Tote Wildschweine sollten so schnell wie möglich auf ASP untersucht werden, um der Ausbreitung der Seuche vorzubeugen. Sollten Bürgerinnen und Bürger beim Waldspaziergang ein totes Wildschwein entdecken, sollten sie es auf keinen Fall berühren und den Fund umgehend beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) unter der Telefonnummer 0201 / 714488 melden. Der Bereitschaftsdienst des LANUV kümmert sich in Abstimmung mit den Kommunen dann um die schnelle Sicherung und Untersuchung des Wildschweins.