Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann setzt sich weiter für die Planung einer Südumgehung der B 235 / B 58 ein. In einem Gespräch mit Hendrik Wüst, dem Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte er auf die „nahezu täglichen Stauungen auf der zentralen Ortsdurchfahrt B 58“ aufmerksam gemacht. In einem Schreiben hat Wüst nun erste positive Signale für den Bau einer Umgehungsstraße gesendet, die dem gesamten südlichen Münsterland gut tun würde. Bisher wurde die Planung der Südumgehung nicht in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen. Nun wird Wüst die Südumgehung mit der Bitte um Prüfung noch einmal an den Bund herantragen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass das Bundesverkehrsministerium alle fünf Jahre prüft, ob der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen anzupassen ist. Borgmann hofft, dass die Bedeutung der Entlastungsstraße für die Region auch den Verantwortlichen im Bund bewusst wird. Immerhin befahren mehr als 22.000 Fahrzeuge derzeit die Bundesstraße, so der Bürgermeister. „Ein unhaltbarer Zustand!“

Außerdem ist es ein Anliegen des Bürgermeisters, auf der Bahnstrecke zwischen Dortmund, Lüdinghausen und Enschede zusätzliche Ausweichstellen zu schaffen. So könnte eine Verdichtung der Taktfrequenz, die sich derzeit auf eine Stunde beläuft, erzielt werden. Dies ist laut Wüst zunächst Angelegenheit der zuständigen Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr. „Ich werde auf jeden Fall weiterhin für dieses wichtige Thema eintreten“, so Borgmann. Er werde dieses Thema sowohl an die Euregio als auch an den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr herantragen.

Die Hoffnung auf eine rasche Realisierung eines Radschnellweges entlang des Dortmund-Ems-Kanals hat Minister Wüst gedämpft. Auf Wunsch der Stadt soll hier eine über lange Abschnitte kreuzungsfreie, geradlinige und asphaltierte Veloroute entstehen. Wüst erklärte in seinem Schreiben, dass die Wasserstraßenverwaltung bei diesem Projekt deutliche planerische und rechtliche Hemmnisse sehe. Ob sich eine von allen Beteiligten tragfähige Lösung erzielen lässt, bleibe daher abzuwarten. „Besonders in Richtung Münster pendeln alltäglich viele Bürger aus den Umlandgemeinden“, sagte Borgmann. Es wäre schön, für diese Menschen eine Alternative zum Auto zu schaffen. „Die Bedeutung des Radverkehrs nimmt nicht zuletzt durch die Verbesserung von Elektroantrieben immer weiter zu“, betonte der Bürgermeister. Er möchte sich daher für die Bereitstellung von Mitteln für Lüdinghausen und die Nachbarkommunen stark machen.