Einen intensiven Ganztagesworkshop zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ haben am Wochenende die Kursleitenden des Volkshochschulkreises Lüdinghausen absolviert. Zunächst ging es darum, den Begriff „Kultur“ zu definieren und verschiedene kulturelle Identitäten und Regeln kennenzulernen.

Da dieses Thema jeden betrifft und sich alle angesprochen fühlen, haben Kursleiter ganz unterschiedlicher Fachbereiche teilgenommen. Interkulturelle Kompetenz spielt in jedem Kurs eine Rolle, egal ob es sich um einen Kurs zum Lernen einer Sprache, einen Kochkurs oder einen Bewegungskurs handelt.

In vielen Praxisbeispielen sensibilisierte Kursleiterin Dr. Dörthe Schilken die Teilnehmer für andere Kulturen. Konkret ging es um Fragen wie: „Was empfinde ich als fremd und wie reagiere ich darauf?“ So wurde in einer Übung ein Basar dargestellt. Die Teilnehmer trieben unter Annahme unterschiedlicher kultureller Identitäten miteinander Handel, ohne um die neuangenommene Identität der anderen zu wissen. Trotzdem mussten sie aufeinander reagieren. So schaute eine der Teilnehmerinnen anderen beim Gespräch nicht ins Gesicht, eine andere sprach sehr leise und versteckte ihren Mund hinter ihrer Hand und ein dritter Teilnehmer berührte andere im Gespräch. „Es war eine spannende Erfahrung, bei der man auch viel über sich selbst lernt“, sagte eine Teilnehmerin.

Anhand dieser Übungen lernten die Teilnehmer nicht nur viel über andere Kulturen, sondern auch über die eigene Kultur. Informationen über Gestik und Mimik rundeten den Workshop ab. Die Teilnehmer wurden dafür sensibilisiert, dass etwas, was wir zunächst als „fremd“ wahrnehmen, womöglich ganz anders intendiert und anderswo üblich ist. Sie sammelten viele Eindrücke, die ihnen bei der Kursarbeit von großem Vorteil sein werden.