Einmal im Monat findet die Konferenz der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld statt, bei der sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr über aktuelle Themenfelder und Herausforderungen austauschen, die sowohl den Kreis Coesfeld als auch die hiesigen Kommunen betreffen. Diesmal haben sich die Beteiligten im Lüdinghauser Rathaus getroffen.

Die Schulentwicklungsplanung zur Förderbeschulung war eines der besprochenen Themen. Der Kreis Coesfeld hat eine Schulentwicklungsplanung auf den Weg gegeben, dessen Verfahrensstand besprochen wurde. Der Kreis Coesfeld will bis September Lösungsvorschläge erarbeiten, die den Sorgen der Städte und Gemeinden nach Möglichkeit Rechnung tragen soll, die Anfahrtswege für die Schülerinnen und Schüler nach Nottuln zu verkürzen.

Darüber hinaus wurde die Erarbeitung einer Digitalisierungsstrategie für den Kreis Coesfeld beschlossen. Zuerst geht es hier um den gemeinsamen Wissensaufbau und -transfer. Anschließend sollen konkrete Projekte auf die Beine gestellt werden. Eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie ist im Kreis Siegen-Wittgenstein bereits umgesetzt worden. Die zuständige Mitarbeiterin Frau Siebert hat den Teilnehmern der Konferenz das Projekt vorgestellt. Mitte Juni soll nun eine Kick-off-Veranstaltung stattfinden, bei der gemeinsame Ziele festgesetzt werden. „Das Thema Digitalisierung reicht vom E-Government über Mobilität, Handel und Gewerbe bis hin zu gesellschaftlichen Themen“, sagt Borgmann. „Wir wollen nun erst einmal Prioritäten setzen, da wir nicht alles gleichzeitig angehen können.“

Die Etablierung einer „Marke Münsterland“ war ein weiteres Thema, dem sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit vereinten Kräften annehmen wollen. Das 1,6 Millionen einwohnerstarke Münsterland soll effektiv nach außen vertreten werden. „Wir leben in einer wunderbaren Region“, betont Borgmann. „Hiervon wollen wir sowohl die Münsterländer selbst als auch Menschen aus anderen Regionen Deutschlands und der Welt überzeugen.“ Unter dem Motto „Picknick³“, das für Geselligkeit und Gemütlichkeit steht, soll die Region präsentiert werden. Dabei soll der Zusatz „hoch drei“ zeigen, dass dieses Lebensgefühl auch an ungewöhnlichen Orten oder durch Kunst und Kultur etabliert werden kann. Die Entwicklung einer solchen Marke sei ein langfristiger Prozess, für den deutlich höherer Marketing- und Kommunikationsaufwand nötig ist als bisher. „Letztlich könnte dieses Projekt als Nachfolgeprojekt der Regionale 2016 fungieren“, freut sich Borgmann.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben außerdem mit dem Landrat eine gemeinsame Erklärung zu gelingendem Aufwachsen und Lernen unterschrieben. Junge Menschen von 0 bis 27 Jahren sollen von ihrer Geburt an bis zum 27. Lebensjahr intensiv von den Kommunen begleitet werden. Damit die Vernetzung der Angebote zu einer sogenannten Präventionskette von der Geburt bis zum Berufseintritt funktioniert, bedarf es des Aufbaus und der Umsetzung einer integrierten kommunalen Strategie. Vorbeugendes Handeln soll von der Kommune hierbei als gesamtkommunale Querschnittsaufgabe verstanden werden.