Bürgermeister Richard Borgmann und Wirtschaftsförderer Stefan Geyer waren kürzlich bei BMW Procar zu Gast. Das Autohaus Tenberge, das zur Hakvoort-Gruppe gehörte, wurde zum 1. Februar von Procar aus Velbert übernommen. Filialleiter Jörg Reimchen führte die Stadtvertreter über das Gelände des Standortes, das dem Outfit der Procar-Gruppe angepasst worden ist.

„Unsere Aufgabe wird nun sein, die große Procar-Gruppe mit dem bekannten Lokalkolorit des Autohauses zusammenzuführen“, erklärte Reimchen. Immerhin sei das Autohaus den Lüdinghauser Bürgern jahrzehntelang unter dem Namen Tenberge ein Begriff gewesen. Insgesamt hat die Procar-Gruppe fünf BMW-Autohäuser im Münsterland von Georg Hakvoort übernommen und ist somit von 16 auf 21 Autohäuser angewachsen.

Die 26 Mitarbeiter am Standort in Lüdinghausen sind von Procar alle übernommen worden. Insgesamt lobte Reimchen das „partnerschaftliche Miteinander“ mit Procar und sagte, dass in letzter Zeit viele Dienstjubiläen gefeiert wurden. Die Identifikation mit dem Unternehmen sei groß und viele Mitarbeiter schon seit mehreren Jahrzehnten am Standort beschäftigt.

Die Variation der BMW-Modelle ist auch am Standort Lüdinghausen weiter gewachsen. Gab es im Jahr 2008 noch acht Modellreihen, ist die Komplexität nun auf über 20 angestiegen, die jeweils in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Die Nachfrage nach Elektromobilität steigt auch in Lüdinghausen. Daher hält BMW Procar eine eigene Ladeinfrastruktur für elektrifizierte PKW-Modelle bereit.

Die Nähe der einzelnen Bereiche zueinander spiele im Autohaus eine große Rolle. So ist der Empfangscounter direkt gegenüber dem Eingang positioniert und hält laufend Kontakt zu den Kollegen aus den Bereichen Service und Vertrieb. Das Kernstück des Service sei die Werkstatt, die für den Kunden durch eine Scheibe einzusehen ist. „Diese Transparenz ist uns extrem wichtig“, sagte Reimchen. „Der Kunde möchte wissen, woran er ist und sehen, wie an seinem Auto gearbeitet wird. Er soll direkt einen guten Eindruck von unserer Werkstatt bekommen.“ Die Bühnen sind nach der Übernahme durch Procar auf den neuesten Stand gebracht worden. Auch in der technischen Ausrüstung sei jede Menge passiert. „Dies betrifft die Computer, die Vermessung, die Werkzeuge und das Arbeiten mit Hochvolt-Elektronik“, sagte Reimchen.

Auch ein eigenes Ersatzteillager gehört zum Autohaus. Die Teile werden unter anderem aus einem BMW-Zentrallager in Krefeld bezogen. Außerdem werden in Lüdinghausen über 700 Radsätze in gesicherten Containern gelagert. „Das ist ein besonderer Service, den wir hier vorhalten“, betonte Reimchen. „Wenn unser Kunde anruft und seine Saisonräder spontan montiert haben möchte, haben wir diese „am Platz“ vorrätig.“

Mit der Entwicklung der Stadt Lüdinghausen zeigte sich Reimchen äußerst zufrieden. Im Verantwortungsgebiet würden vom Autohaus aktuell bis zu 250 Neufahrzeuge pro Jahr verkauft. „Die Kunden vertrauen auf die BMW Qualität und legen auch auf den Service großen Wert“, sagte Reimchen. Aus diesem Grund investiere das Unternehmen auch in die Ausbildung von jungen Menschen und bietet zusätzlich auch Praktika an. Pro Jahr wird ein Auszubildender im Bereich Mechatronik gesucht. Auch Automobilkaufleute werden vor Ort ausgebildet.

Borgmann zeigte sich beeindruckt von der Präsentation der Fahrzeuge und dem schlüssigen Gesamtkonzept, das mit Service, Kundenbindung und Transparenz verfolgt wird. Insbesondere nahm er dankend zur Kenntnis, dass die Nachfrage nach E-Mobilität auch in Lüdinghausen steigt. Er dankte Reimchen für den Austausch und versicherte ihm, dass die Stadt jederzeit ein offenes Ohr für Anfragen aus der Wirtschaft hat.